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Channel: Kazuo

Glutenfreie Matcha Plätzchen

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Diese Plätzchen haben mich überzeugt. Auch lohnt es sich, einen guten Matcha (Vorschläge am Ende des Posts) zu verwenden, da gerade bei diesen Plätzchen der Matchageschmack besonders gut zur Geltung kommt, wie ich finde.

Zutaten

82 g Butter, Zimmertemperatur
40 g Puderzucker
1/3 TL Vanilleextrakt

73 g blanchierte, gemahlene Mandeln
50 g glutenfreie gemahlene Haferflocken
34 g Speisestärke
6 g Matcha
1 g Salz

Zubereitung

Butter cremig schlagen, Puderzucker hinzufügen und zu einer homogenen Masse aufschlagen.
Vanilleextrakt einrühren.

Die gemahlenen Mandeln und Haferflocken mit Stärke, Matcha und Salz gut mischen.
Diese Mischung zur Butter geben und alles miteinander zu einem glatten Teig vermengen.
Den Teig zu einem Block formen, in Frischhaltefolie wickeln und für etwa 2 h im Kühlschrank fest werden lassen.

Anm. Man kann den Teig auch am nächsten Tag weiter verarbeiten.

Den Teig 5 mm dick ausrollen und beliebige Formen ausstechen.
Die ausgestochenen Plätzchen für mindestens 10 min im Gefrierschrank hart werden lassen.

Ofen auf 170°C O/U-Hitze vorheizen
Die kalten Plätzchen mit etwas Abstand auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech setzen.

Im vorgeheizten Ofen bei 170°C O/U-Hitze etwa 12 min backen.

Anm. Die Plätzchen sind fertig, wenn sie am Rand anfangen, eine leichte Bräunung zu bekommen.

Vollständig auskühlen lassen und nach Belieben ausgarnieren.


Für diese Plätzchen eignen sich z.B.

Matcha Rindou Q3 von Marukyu Koyamaen
Matcha Aoarashi Q1 von Marukyu Koyamaen oder auch im matchashop erhältlich
Bio Matcha Cooking Premium von Teelirium

Die Vorlage für dieses Rezept habe ich auf Snixy Kitchen gefunden, die aus dem Teig niedliche Weihnachtsbäumchen herstellt.

Flauschiges Brötchenrad

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Das Rezept für diese leckeren weichen Brötchen stammt aus dem Buch "Brot" von Eric Treuille und Ursula Ferrigno. Der Grundteig basiert auf den Parker House Rolls, die in den USA sehr beliebt sein sollen.

Kazu und ich fanden diese Brötchen wunderbar flauschig und lecker. Gepaart mit einer knusprigen, dünnen Kruste war das Hineinbeißen das reinste Vergnügen und wir fanden es schwierig, mit dem Essen aufzuhören.
Aber auch am nächsten Tag schmeckt das Brot noch sehr gut. Auch pur ist es ein Genuss.

Zutaten für eine Springform von 18–20 cm

280 g Mehl Type 550
3,5 g Trockenhefe
1 EL Zucker
1 TL Salz
125 ml Milch (ich habe Reis-Mandel-Drink verwendet)
30 g Butter
1 Ei, Gr. M

Eistreiche bestehend aus etwas Eigelb (ca. 1/3 Eigelb) und etwas Milch (ca. 1 TL)

Garnierung nach Belieben (ich habe weißen Mohn, Sesam und Sonnenblumenkerne verwendet)

Zubereitung

Mehl in eine Schüssel sieben und mit der Hefe vermischen.
Zucker und Salz einrühren.
Milch und Butter auf etwa 38°C erwärmen und mit dem Ei zum Mehl geben.
Alles gut miteinander verkneten, bis der Teig schön glatt und elastisch ist.
Zu einer Kugel formen und in der Schüssel (Boden leicht fetten) abgedeckt 1–1,5 Stunden gehen lassen.

Teig entgasen, erneut rundformen und in 9 gleich schwere Stücke teilen.
Jedes Stück rundformen und abgedeckt 10 min ruhen lassen.

Währenddessen die Form mit Butter fetten.

Die Teigkugeln plattdrücken und erneut rundformen.
Acht Kugeln am Rand der Form hineinsetzen, eine Kugel in die Mitte setzen.
Abgedeckt etwa 45 min gehen lassen.

Ofen auf 200°C O/U-Hitze vorheizen.

Die Oberfläche der Teigkugeln mit der Eistreiche bepinseln. Aufpassen, dass nicht zu viel Eistreiche in den Rand läuft. Sonst wird es schwer, das Rad aus der Form zu bekommen.
Die Oberfläche beliebig ausgarnieren.

Im vorgeheizten Ofen bei 200°C O/U-Hitze 15 min backen, dann Hitze reduzieren auf 180°C O/U-Hitze und die Brötchen weitere 30 min backen.

Frisch und noch leicht warm ist es unwiderstehlich. :-D



Aber auch am nächsten Tag schmeckt es noch sehr köstlich.


Quelle: "Brot, Rezepte aus aller Welt", Eric Treuille, Ursula Ferrigno, Bassermann Verlag 1999

Vanilla Chiffon Roll バニラシフォンロールケーキ

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Den wunderbar flauschigen Chiffon Kuchen könnt ihr auch backen, wenn ihr keine Chiffon Cake Form besitzt. Eine besonders einfache Methode ist es, ihn auf dem Blech zu backen wie einen Biskuitboden.
Jetzt noch den Boden mit einer Vanillesahnefüllung versehen und aufrollen und schon habt ihr die Vanilla Chiffon Roll.

Dieser Post ist ohne Bilder der Zubereitungsschritte. Bilder der Zubereitung findet ihr z.B. HIER in dem Post, in dem ich weitere Möglichkeiten vorstelle, wie man einen Chiffon Cake backen kann ohne die Chiffon Cake Form.

Zutaten für eine Rolle von 8 Stück à 2 cm Dicke

Mein verwendetes Blech besitzt die Maße 25 cm x 19 cm.


40 g Eigelb
43 g Wasser
30 g Rapsöl oder anderes geschmacksneutrales Öl
einige Tropfen Vanilleöl
50 g Mehl Type 405
80 g Eiweiß
40 g Zucker
120 g Schlagsahne
10 g Vanillezucker (mit Vanilleschote aromatisierter Zucker)

Vorbereitung

Blech am Boden mit Backpapier auslegen.
Ofen auf 170°C O/U-Hitze vorheizen.
Alle Zutaten abgewogen bereitstellen.

Zubereitung

Eiweiß mit der Schüssel ins Gefrierfach stellen.

Eigelb in einer Schüssel mit dem Schneebesen verrühren.
Wasser hinzufügen und mit dem Schneebesen einrühren.
Öl hinzufügen und mit dem Schneebesen einrühren.
Masse mit Vanille aromatisieren.
--> Die Richtung mit der man rührt, muss immer die gleiche bleiben. So erhält man eine schöne Emulsion.

Mehl auf die Masse sieben und mit dem Schneebesen einrühren, bis die Masse homogen ist.
Schneebesen einfach in der Schüssel lassen.

Eiweiß aus dem Gefrierfach nehmen. Das Eiweiß sollte nun am Rand ganz leicht gefroren sein.
--> Verwendung von kaltem Eiweiß sorgt für stabilen Eischnee.

Eiweiß mit den Quirlen eines Handrührgeräts bei langsamer Geschwindigkeit für etwa 10 sec verrühren.
Dann bei hoher Geschwindigkeit aufschlagen. Wenn das Eiweiß beginnt, leichte Spitzen zu bilden, beginnt man, den Zucker etappenweise unter Rühren hinzuzufügen.
Wenn der Eischnee glatt und glänzend ist (und stabile Spitzen bildet), rührt man ihn noch für ca. 20 sec bei niedriger Geschwindigkeit weiter.
--> Das sorgt für eine feine Porung.

Etwa 1/3 vom Eischnee mit dem Schneebesen abnehmen und zur Eigelbmasse geben.
Den Schneebesen hält man am besten senkrecht und führt ihn leicht aus dem Handgelenk hin und her. So kann man den Eischnee gut unterheben, vermeidet Eiweißnester und zerstört keine Eiweißbläschen.
Wenn das erste Drittel eingerührt ist, das zweite Drittel hinzufügen und mit dem Schneebesen mit der oberen Hälfte der Eigelbmasse vermengen.
Den restlichen Eischnee ebenso unterheben.
Zum Schluss mit einem Schaber alles zu einer homogenen Masse vermengen.

Dazu sticht man den Schaber senkrecht in die Mitte ein, führt ihn am Boden lang bis zum Rand der Schüssel und am Schüsselrand hoch und führt den Schaber wieder zurück zu Mitte, ohne den Schaber dabei zu drehen.
Mit der anderen Hand wird die Schüssel gedreht.
Das sieht dann aus wie eine Wellenbewegung der Masse kreisförmig zur Mitte hin.

Die Masse auf das Backblech geben und verstreichen.
Das Backblech einmal auf die Arbeitsplatte klopfen, um große Luftblasen zu zerstören.

Im vorgeheizten Ofen bei 170°C O/U-Hitze etwa 15–17 min backen.

Nach dem Backen etwas abkühlen lassen, dann den Boden aus der Form holen, Backpapier auflegen und den Boden stürzen.
Das mitgebackene Backpapier ablösen, locker wieder auflegen und den Boden zurückdrehen.
Boden gänzlich abkühlen lassen.

Das aufgelegte Backpapier mit der Backhaut entfernen. Nach Belieben noch die restliche Backhaut abrubbeln.
Die kurzen Enden (die 19 cm Seiten) flach diagonal abschneiden (das sieht dann aus wie eine Rampe).

Eiskalte Schlagsahne mit Zucker aufschlagen.
--> Ich stelle meine Schüssel mit Sahne vor dem Aufschlagen kurz in den Froster. Im Sommer stellt man die Schüssel mit Sahne beim Aufschlagen am besten in ein Eiswasserbad.

Den Chiffonboden dünn mit Sahne einstreichen.
Etwa 5 cm vom beschnittenen Ende die restliche Sahne gleichmäßig als Wulst verteilen.
Den Chiffonboden mit Hilfe des Backpapiers über den Wulst klappen, das eingeschlagene Ende nach innen drücken und dann den Boden so weit rollen, dass der Schluss unten zu liegen kommt.

Backpapier entfernen, die Rolle in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens 30 min kalt stellen.

Ränder abschneiden und die Rolle in Stücke schneiden.
--> Nach jedem Schnitt das Messer wieder säubern.

Beliebig ausgarnieren.





Quelle: Fuwafuwa, shittori, torokeru chiffon, Mayumi Nakayama

Das war der Juli 2018

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Letzten Monat habe ich einige Fotos von unserem japanischen Essen geschossen, so dass ich endlich mal wieder was zum Zeigen habe. :-P

So gab es im Juli bei uns unter vielem anderen

Gemüse Tempura


als auch Agedashidôfu.


Bunte Hiyashi Sômen am 7.7. (weil typisches Tanabata Essen),


verschiedene Beilagen wie Aubergine mit Miso (nasu no miso itame), mal ohne mal mit Paprika,



ninjin to konnyaku no shiraae,


Spinat in Sesamsauce


Grapefruit-Zwiebel-Salat


jede Menge Salate



Shake Chazuke mit Gurken-Wakame-Salat (kyûri no sunomono)


Nikujaga


Gomoku Takikomigohan


Tamago no parapara châhan


Gyûdon


Oyakodon


Katsudon


Butaniku no Shôgayaki (Schweinefleisch mit Ingwer)


Yakisoba


Fisch gekocht und gegrillt



Suppen



und natürlich aus Süßes wie

Melonpan


Choco Banana Chiffon Cake


Dorayaki



Matcha Marble Cheesecake im Glas


Matcha Purin


Coffee Crushed Jelly


Purin


Miso Mushioan und Azuki Mushipan



Aonori Cookies und Azuki Cookies


und Goheimochi


Japanische Küche ist so schön leicht. Die passt gut zum Sommer. Viele Rezepte habe ich bereits verbloggt. Stöbert einfach mal in meinem Rezeptverzeichnis unter "Japanische Küche". :-)

Ich gehe jetzt wieder die Sonne genießen. Ich weiß, viele stöhnen unter der Hitze. Ich genieße sie total. :-D

Das war der August 2018

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Ja, es ist ruhig geworden auf meinem Blog. Das liegt vor allem daran, dass ich noch nicht genau weiß, welchen Kurs ich mit meinem Blog zukünftig einschlage. Aber da ich nicht möchte, dass er ganz einschläft, kommt hier erst einmal der Überblick über den August.

Der Monat August beginnt immer mit dem Geburtstag meiner Freundin, der ich ein paar Mini Tartelettes mitgebracht habe: Leichte Zitronentartelettes, Blaubeertartelettes und Matcha Chocolate Mousse Tartelettes.


Kurz darauf folgte der Wochenendurlaub mit meiner Mutter, meiner Schwester und ihrem Sohn und meinem Bruder und seiner Frau. Und mit Kazu und mir. :-)
Wir fuhren nach Schwerin.



Die Stadt ist sehr schön, wir hatten herrliches Wetter und aßen jeden Tag dort mindestens ein Softeis von Ilka Eis. Das Eis hat Kazu und mir so gut geschmeckt und ich bekam von dem Eis auch keine Bauchschmerzen. :-D
Wir haben den Dom besichtigt und die Altstadt, haben uns das Schloss von innen und außen angeschaut, haben den BUGA Spielplatz ausgiebig erkundet und ein paar von uns waren noch im Freibad Kalkwerder planschen.
Der Alienspielplatz (der heißt wirklich so) wurde am Sonntagvormittag erobert und anschließend unternahmen wir noch eine Stadtrundfahrt und eine Schifffahrt. Das war ein erlebnisreiches Wochenende.
Hiermit grüße ich alle Schweriner! Es war sehr schön bei euch. :-)

In Berlin gibt es ein kleines Café mit Namen Two and Two mit japanisch-französischem Einfluss, dem ich schon lange mal einen Besuch abstatten wollte. Nun war es soweit. Meine Freundin Lisa und ich trafen uns dort zum Quatschen.

Ich bestellte einen Matcha Latte mit Soja und dazu gebäck (Cannelé und Finacier).



Wahrscheinlich war meine Erwartungshaltung zu hoch, denn das Gebäck konnte mir kein "mmh" entlocken, auch wenn es gut war. Und der Matcha Latte ging gar nicht. Je nach Hersteller kann ein Soja Drink völlig anders schmecken und dieser schmeckte weder Lisa noch mir. Der Matcha war nur leicht mit einem bitteren Unterton wahrnehmbar. Wir ließen den Matcha Latte stehen. :-(

Lisas Baguette dagegen hat sehr gut geschmeckt, sagt sie. Auch die Croissants sollen dort sehr gut sein. Nun, ich werde sicher noch ein weiteres Mal dort hingehen. Denn ich bin einfach zu neugierig auf mehr und die Fotos auf Instagram sehen einfach zu verlockend aus. :-P

Wir ziehen weiter, um die nächste Lokalität zu testen. Unser Ziel ist das Tenzan Lab., der in Berlin neu eröffnete Kakigoori Laden.

Wir bestellen Ananas Mango halb und halb in veganer Qualität.


Sooo lecker! Wow, wir sind beide begeistert und lassen es uns schmecken.

Für das Hanabira habe ich Walnuss Chiffon Cake gebacken.


Und für uns gab es am Wochenende ein Maracuja Frischkäse Dessert. Die Maracuja Frischkäseccreme fand ich unglaublich gut, aber das angegebene Verhältnis aller Komponenten sagte mir leider nicht so zu. Nun, die muss ich in abgewandelter Form auf jeden Fall noch einmal zubereiten.



Bei dem schönen Wetter kann man ich jeden Tag Eis essen. *g*

Und so treffen Kazu und ich uns mit meiner Freundin S. nahe dem Rosenthaler Platz, um ein Woop Woop Eis zu essen. Das ist ein Eis, das mit kaltem Flüssigstickstoff aufgeschlagen wird, und dadurch völlig frei von Eiskristallen ist.
Wir entscheiden uns für das Mangoeis mit Basilikum. Mmh. Samtig, lecker. <3


Ach ja, vorher waren Kazu und ich noch im Neo Tokyo. Das ist ein Geschäft für japanische Comics und Co.
Kazus erster Besuch in einem Manga-Shop. Das riesengroße Angebot hat ihn völlig überfordert. Und mich auch. Haha. Welche Manga sind altersgerecht? Schwierig, schwierig. Ich habe daher immer zuerst reingeschaut. Mit leeren Händen haben wir den Laden jedoch nicht verlassen.

Das ist Kazus neuer Schatz.


Splatoon ist bei den Kids gerade total angesagt. :-D Das ist ein Computerspiel. Kennt das wer?

Sommerferien bedeutet aber nicht nur Eis essen. :-P Auch in aller Ruhe gemeinsam mit Kazu  frühstücken. Jeden Tag. :-)
Ich habe mal wieder Brot gebacken. Und zwar das flauschige Graham Bread.




Und nachmittags gibt es einen Matcha. Enjoying life!^^


Da der Walnuss Chiffon so lecker war, backe ich ihn erneut.


Und dazu noch einen Chocolate Banana Chiffon Cake.
Von beiden Chiffons nehme ich am Sonntag Probierstücke für meinen Chor mit. Hatte ich schon erwähnt, dass ich jetzt im Chor singe?


Nun sind die Sommerferien vorbei und Kazu muss wieder in die Schule. Während er dort hoffentlich fleißig lernt, treffe ich mich mit meiner Mutter zum Shoppen. Für viele mag das etwas ganz normales sein, für mich ist ein Einkaufsbummel mit meiner Mutter eine eher seltene Angelegenheit.
Meine Mutter möchte mir dabei helfen, eine weiße Bluse für mich zu finden. Für unseren Chorauftritt benötige ich nämlich eine.
Wir klappern verschiedene Läden ab und ich probiere die unterschiedlichsten Blusen an. Meine Mutter ist mir bei der Auswahl eine große Hilfe. Sie hat ein unheimlich gutes Auge fürs Detail und weist mich darauf hin, wenn eine Bluse vom Schnitt oder der Größe her nicht zu mir passt. Schließlich habe ich insgesamt drei Blusen (zwei davon weiß) für mich gekauft. :-D

Hier ein Foto von mir mit der neuen (nicht weißen) Bluse. :-P


Zum Abschluss unserer Shopping Tour kehren wir ins Café Läderach ein. Läderach ist ein Schweizer Schokoladengeschäft. Ich bestelle einen Tee (super köstlich) und ein Mousse au Chocolat Törtchen, das ebenfalls sehr gut schmeckt. Man merkt, dass hier hohe Qualität verwendet wird.


Es war ein wirklich schöner Tag mit meiner Mutter, den ich genossen habe und an den ich mich gerne erinnern werde.

Für das Hanabira gibt es wieder etwas mit Matcha. Ich backe einen Matchakuchen (Gâteau Matcha) nach einem Rezept von Sadaharu Aoki, der in Japan und Paris sehr bekannt ist.


Auch ein paar Financiers und Cookies von mir sind im Laden erhältlich.


Am letzten Samstag im August werden überall in Berlin die Erstklässler eingeschult. Dieses Jahr kommt auch mein Neffe K. in die Schule und Kazu und ich nehmen an seiner Einschulungsfeier teil. Von uns hat er ein Schulranzen-Set geschenkt bekommen, das ihm hoffentlich lange gute Dienste leisten wird.

Ein paar Essensbilder von der letzten Augustwoche habe ich noch im Ordner.
So gab es z.B. Ramen mit dem drauf, was so da war ^^;;


Galettes complètes (Buchweizencrêpes) mit Salat


Seitan-Geschnetzeltes mit Salat und Miso-Sesam-Dressing


und eine kleine Charlotte aux fraises mit den letzten Bio Erdbeeren für dieses Jahr.


Und weil meine Familie die sich gleich noch einmal gewünscht hat, noch einmal eine Charlotte, nur dieses Mal mit Himbeeren und in hoch.


Vor allem frisch ließ die sich sehr schwer schneiden.


Nachdem sie ein bisschen durchgezogen hat, ging es gerade so. "Ah, fall nicht um!" :-P


Am letzten Tag im August habe ich dem matchashop einen Besuch abgestattet. matchashop ist umgezogen und ich wollte mir den neuen Laden in der Husemannstraße 29 näher anschauen. Außerdem war mein Teevorrat alle und ich brauchte dringend neuen Tee. Wusstet ihr, dass matchashop nicht nur Matcha, sondern auch verschiedene grüne Tees aus Japan anbietet?

Ich habe mich eingedeckt und ging vollbepackt nach Hause. Dann wurde ausgepackt und ich überlegte, welchen Tee ich in welche Dose fülle. *g*


Ich liebe japanischen grünen Tee! Ihr auch?
Oolong und grünen Roibusch trinke ich auch noch gerne. Die müsste ich auch mal wieder besorgen. *g*

So, das war der August. Da ist ja doch etwas zusammengekommen. Ich hoffe der Post war nicht zu chaotisch, denn ich habe ihn in Etappen geschrieben. Und ich hoffe, keiner von euch ist Deutschlehrer. Da würdet ihr sicher eine Krise bekommen, so wie ich mit den Zeiten hin und her springe.

Ich wünsche euch allen einen schönen Oktober!

Gâteau matcha aux amandes nach Sadaharu Aoki

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Sadaharu Aoki ist ein japanischer Pâtissièr, der sich mit seiner Pâtisserie in Paris einen Namen gemacht hat. Mittlerweile kann man seine Produkte auch in Tokyo und Nagoya erwerben. Er ist bekannt dafür, dass er sein französisches Gebäck gerne mit einem japanischen Touch versieht. So auch bei diesem Mandelkuchen, der durch die Zugabe von Matcha eine ganz besondere Note erhält.

Desweiteren sorgen gut aufgeschlagene Eier und die Verwendung von gebräunter Butter für eine saftig buttrige Konsistenz.

Ich habe diese Form verwendet:



Zutaten für eine Form von Ø 14 cm (oben gemessen)

80 g Butter
Sesam, weiß und schwarz
Mehl Type 550
60 g Vollei (1 Ei, Gr. L), Zimmertemperatur
50 g Zucker
30 g gemahlene, blanchierte Mandeln
Vanilleextrakt, ein paar Tropfen
30 g Mehl Type 405
3 g Matcha

Vorbereitung

Die Form großzügig buttern.
Weißen und schwarzen Sesam zu gleichen Teilen zur Hälfte zerstoßen. Die Form am Boden und am Rand mit dem Sesam ausstreuen.
Etwas Mehl vom Type 550 in ein Sieb geben und die Form am Boden und am Rand zusätzlich noch mit Mehl bestäuben. Die vorbereitete Form in den Kühlschrank stellen.

Die restliche Butter in einen Topf mit dickem Boden geben. Bei starker Hitze unter Rühren erhitzen. Zuerst steigt Dampf auf, dann wird dieser weniger und die Butter fängt an zu bräunen. Wenn die Butter einen hellen Braunton angenommen hat und angenehm duftet, vom Herd nehmen.
Die Butter durch ein Sieb in eine hitzefeste Schüssel umfüllen.
Von der gebräunten Butter 60 g abnehmen und bei ca. 50°C warm halten.

Ofen auf 170°C O/U-Hitze vorheizen.

Zubereitung

Ei und Zucker in eine Schüssel geben und mit dem Handrührgerät verrühren. Mandeln und Vanilleextrakt hinzugeben und die Masse bei hoher Geschwindigkeit weiß-cremig aufschlagen.

Mehl und Matcha vermischen und zweimal sieben. Alles auf einmal auf die Schaummasse geben und mit einem Schaber unterziehen.

Die gebräunte, warme Butter zugeben und mit schneidenden Bewegungen einarbeiten.
Die fertige Masse in die vorbereitete Form geben.

Im vorgeheizten Ofen bei 170°C O/U-Hitze ca. 25 Min. backen.


Auf einem Kuchengitter etwas abkühlen lassen, dann aus der Form stürzen. Ggfs. zurückstürzen und ganz auskühlen lassen.

Man kann ihn auch gestürzt lassen und den Kuchen oben noch mit Matcha bestäuben oder ihn zurück stürzen und einfach so servieren:


Quelle: パリ発!サダハル・アオキのフランス菓子 (Aus Paris! Das französische Gebäck von Sadaharu Aoki), NHK, 2014

Der November ist da. 01.11.–11.11.18

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Wir richten gerade unser Wohnzimmer neu ein. Die neuen Schreibtische stehen bereits, als nächstes sollen Esstisch und Stühle ausgetauscht werden.
Ich muss mir noch überlegen, wo ich meinen Plattenspieler hinstelle. Eine Überlegung war, ihn auf das noch nicht vorhandene Sideboard zu platzieren. Doch nun habe ich beschlossen, ihn im Schlafzimmer auf meine Kommode zu stellen. Dort habe ich allerdings meine japanischen Koch- und Backbücher aufgereiht.
Nun gut, dann müssen diese ins Bücherregal ins Wohnzimmer zu den deutschen Koch- und Backbüchern ziehen. Das Bücherregal wiederum ist aber fast schon voll. Da bleibt nur eins. Aussortieren. Die ersten fünf deutschen Bücher, die weg können, sind schnell gefunden. Aber ich benötige für meine japanischen Bücher fast zwei ganze Regalfächer. Das ist unmöglich!
War die Idee mit dem Plattenspieler im Schlafzimmer vielleicht doch nicht so gut? Neues Regal?
Und was mache ich mit den aussortierten Büchern?

Dafür ist schnell eine Lösung gefunden. Im November findet ein Kirchenbasar statt. Dorthin kann ich die Bücher bringen. Das dient sogar einem guten Zweck und erleichtert damit auch das Aussortieren.

Ich bleibe bei der Idee, alle Koch- und Backbücher in einem Regal unterzubekommen und arbeite mich Buch für Buch durch. Und langsam wächst der "kann weg" Stapel. :-D
Schlussendlich habe ich es geschafft und meine japanischen Bücher ziehen um.
Alle anderen Bücher werden ebenfalls neu eingeräumt.
Hach, ein schönes Gefühl. Jetzt stehen nur noch Bücher im Regal, auf die ich stolz bin, die ich gerne in der Hand habe und aus denen ich gerne etwas zubereite bzw noch zubereiten möchte.

Beim vielen Durchblättern der Bücher ist die Lust aufs Backen angewachsen. Am ersten Novemberwochenende  lege ich los und backe meinem Mann und mir diese Schokoladenküchlein mit flüssigem Matchakern (Moelleux Chocolat et Matcha) nach einem Rezept des japanischen Pâtissièrs Sadaharu Aoki. Kazu ist auf einer Geburtstagsfeier.

Mmh, köstlich. <3


Am Sonntag backe ich munter weiter. Es entstehen Mandelecken.



Das Rezept für diesen deutschen Klassiker habe ich jedoch nicht aus einem deutschen Backbuch, sondern aus einem japanischen Backbuch von 1980 über deutsche Backwaren. :-D
Der Autor heißt Max Reiner und war derzeit Chef Patissier im Hotel Vier Jahreszeiten in Hamburg.


Die Mandelecken schmecken zwar ziemlich süß, sind aber dennoch lecker.
Am Montag nehme ich dem Team von meinem Fitnessstudio die Mandelecken mit. :-)

Als nächstes backe ich einen Schweizer Nusskuchen. Auch dieses Rezept ist aus einem meiner japanischen Bücher. *g*

Der Nusskuchen ist saftig und kann rundum überzeugen. (Rezept folgt)


Ich habe noch viel mehr zubereitet, aber nicht alles fotografiert. Und natürlich gibt es nicht nur Gebäck bei uns. So gab es letztens z.B. dieses chinesisch-japanische Essen (中華料理): In feine Streifen geschnittene Paprikaschoten mit Rindfleisch (ピーマンと牛肉の細切り炒め).


Ich wollte gerade das Rezept verlinken, als ich feststellen musste, dass ich dieses klassische Alltagsgericht noch gar nicht verbloggt habe. Noch etwas für die to-do Liste. ^^;;

Bald ist der Kirchenbasar und so rufe ich an, um zu fragen, ob das Gemeindebüro besetzt ist und ich die Bücher vorbeibringen kann. "Wir nehmen keine Bücher mehr an. Wir haben schon zu viele."
o_O Oh! Na toll. Und nun? Wenigstens war ich so schlau und habe vorher angerufen. Nicht auszudenken, wenn ich den langen Weg mit über 40 Büchern ganz umsonst auf mich genommen hätte.
Ich poste mein Anliegen auf facebook und durch den dort erhaltenen Input finde ich eine Lösung. Die Lösung heißt Buchspende.org. Die holen sogar meine Bücher ab. :-)

Hier mal das Foto mit den Büchern:


In letzter Zeit backe ich wieder vermehrt Brot und Brötchen (aus Hefeteig).
Für die gestrige Chorprobe am 10.11. habe ich für alle Walnussbrötchen mit Cranberries und Rosinen gebacken. Das sind die Table Rolls, denen einfach zum Schluss geröstete Walnusstückchen und die Trockenfrüchte untergemengt werden.


Heute habe ich mir das letzte Brötchen zum Frühstück gegönnt. Natürlich nicht nur. Obstsalat und Müsli gab es auch noch. :-P


Später hatte ich zum Tee (ein Ceylon Orange Pekoe, da meine Freundin gerade in Sri Lanka ist *g*) Sandwichhappen nach einem Rezept aus dem Buch von Fortnum & Mason. Und dazu Ahornsirup-Plätzchen (ausgestochen und soft).


So gestärkt lässt es sich gut bloggen. :-D

Die weichen Ahornsirup-Plätzchen gebe ich meinem Sohn mit, der heute zu Freunden zum Spielen geht.


Für meinen Mann und mich gibt es Apfelkuchen Elsässer Art und ich musste Kazu versprechen, dass ich zwei Stück für ihn aufhebe. *g*


Dieses Mal habe ich etwas weniger Guss genommen (so wie es im Buch steht). Wir fanden ihn auch mit wenig Guss köstlich, wobei ich das nächste Mal doch wieder die in meinem Rezept angegebene größere Menge nehmen würde. ^^;;

Nächstes Wochenende (am Samstag) hat unser Chor, der Berliner Animanga Chor seinen ersten Auftritt beim Sakana Matsuri. Ich bin sehr gespannt, wie es wird. Meine Anime Zeit ist doch schon sehr lange her (über zehn Jahre) . ^^;;

Wenn einer von euch vor Ort sein sollte, würde ich mich sehr freuen, wenn ihr zu unserer Aufführung kommt und mir "hallo" sagt. :-)

Yeah, endlich mal wieder was gepostet. Haha- :-D

Schweizer Nusskuchen

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Außen eine Haselnussmasse, innen befindet sich eine Mandelmasse. Das Rezept für diesen saftigen und mehlarmen Nusskuchen stammt aus der japanischen Heftreihe "café sweets". In dieser Ausgabe werden süße Gebäcke vorgestellt, die entweder zu Kaffee oder zu schwarzem Tee passen.


Der Schweizer Nusskuchen soll laut diesem Heft sehr gut mit Kaffee harmonieren. Ob das stimmt, kann ich leider nicht beurteilen, da ich keinen Kaffee trinke.
Vorgestellt wird das Rezept von einer japanischen Konditormeisterin, die in Deutschland ihre Meisterprüfung abgelegt hat und seit dem Jahr 2000 bei Juchheim in Tokyo arbeitet. Juchheim ist in Japan für seinen Baumkuchen bekannt. Karl Juchheim brachte diesen im Jahre 1919 nach Japan, blieb dort und eröffnete später seine eigene Konditorei. Aus dieser ist dann die Firma Juchheim hervorgegangen.

Zutaten für eine kleine Gugelhupfform von Ø 16 cm

Für die Form
etwas Butter und Mehl

Mandelmasse
100 g Butter, Zimmertemperatur
80 g Zucker
2 Eier, Zimmertemperatur
107 g gemahlene, blanchierte Mandeln
17 g Mehl Type 405
17 g Mehl Type 550

Haselnussmasse
100 g Eiweiß
1 Prise Salz
103 g Zucker
75 g gemahlene Haselnüsse
10 g Mehl Type 405
10 g Kakaopulver

Vorbereitung

Die Form fetten und mehlen.
Ofen auf 180°C O/U-Hitze vorheizen.

Zubereitung

Mandelmasse
Butter cremig rühren. Zucker hinzufügen und beides zu einer weiß-cremigen Masse aufschlagen.
Eier verquirlen und nach und nach einrühren.
Mandeln und Mehle mischen. In zwei Etappen mit dem Schaber in die Buttermasse einrühren.
Anm. Wenn bei der Zugabe der Eier die Masse auszuflocken droht, rührt man vorher schon etwas von der Mandel-Mehlmischung ein.

Haselnussmasse
Eiweiß mit Salz zu festem Eischnee aufschlagen. Den Zucker dabei in drei Etappen hinzufügen.
Haselnüsse mit Mehl mischen, Kakaopulver dazusieben und untermischen.
Diese Mischung in drei Etappen mit dem Schaber unter den Eischnee ziehen.

Einfüllen
Die Haselnussmasse in einen Spritzbeutel mit Lochtülle von Ø8–10 mm füllen.
Vom Boden aus die Masse an den Rand innen und außen spritzen.


Die Mandelmasse in einen Spritzbeutel mit Lochtülle von Ø8–10 mm füllen und in den Zwischenraum spritzen.


Die Oberfläche glätten und die Form einmal auf die Arbeitsplatte klopfen, um Lufthohlräume zu beseitigen.


Backen
Im vorgeheizten Ofen bei 180°C O/U-Hitze ca. 40 Min. backen.

Nach dem Backen kurz abkühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter stürzen, die Form entfernen und gänzlich abkühlen lassen.

Nach Belieben mit Schlagsahne und einer Tasse Kaffee servieren. :-)




Der Kuchen schmeckt auch nach zwei, drei Tagen noch saftig.

Rindfleisch mit Paprika ピーマンと牛肉の細切り炒め

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Dieses Gericht ピーマンと牛肉の細切り炒め, bei dem Rindfleisch und Paprika in feine Streifen geschnitten und mit einer Würzsauce in der Pfanne oder im Wok gebraten werden, ist ein typisches japanisches Gericht mit chineischen Wurzeln. Chûka Ryôri 中華料理 sagt man in Japan zu diesen japanisierten chinesischen Gerichten – im Gegensatz zu den Chûgoku Ryôri 中国料理, die original chinesische Gerichte bezeichnen.

Zutaten für 2 Personen

150 g Rindfleisch zum Braten, z.B. Rinderhüftsteak

Für die Marinade
Salz, Pfeffer
1 TL Sake
1/2 Ei (M)
1 EL Katakuriko, alternativ Kartoffelmehl oder Speisestärke aus Mais
1/2 EL Öl

1 grüne Paprika
1 rote Paprika
1 Knoblauchzehe
5 cm langes Stück Porree

Für die Würzsauce
2 TL Austernsauce
2 TL Sojasauce
1 TL Zucker
1 TL Katakuriko, alternativ Kartoffelmehl oder Speisestärke aus Mais
1 EL Sake
2 EL Wasser
etwas Brühgranulat

2 EL Öl
1 TL Sesamöl

Zubereitung

Rindfleisch in feine Streifen schneiden. Etwas Salz und Pfeffer, Sake und verquirltes Ei zugeben und mit der Hand kräftig durchkneten. Dann Stärke und Öl untermengen.

Die Paprika, waschen, halbieren und vom Stielansatz und den Kernen befreien. Die Paprika in schmale Streifen schneiden.
Knoblauchzehe mit einer flach aufgelegten, breiten Messerklinge zerdrücken und die Haut entfernen.
Den Porree klein hacken.

Die Zutaten für die Würzsauce miteinander verrühren.

Die 2 EL Öl und die zerdrückte Knoblauchzehe in eine hochwandige Pfanne oder in einen Wok geben und bei schwacher Hitze erhitzen, bis die Zehe Farbe bekommt und der Knoblauch zu duften beginnt.
Auf starke Hitze stellen und das Rindfleisch zugeben. Mit Kochstäbchen die Rindfleischstreifen voneinander lösen und braten.
Wenn das Fleisch Farbe genommen hat, die Paprika hinzufügen und mit braten.
Sobald die Paprika zu glänzen beginnt, die Würzsauce noch einmal durchrühren und zugeben.
Den Porree in die Pfanne geben und alles miteinander verrühren.
Vom Pfannenrand her das Sesamöl zugießen, untermengen und das Gericht auf einem großen Teller anrichten.

Quelle: 
Das Rezept, das ich hier vorstelle, stammt aus dem Buch "いちばんわかりやすい基本の料理" (was so viel heißt wie "Grundlagengerichte am verständlichsten nahegebracht") von Hiromi Maki und ist 2003 im Seibido Verlag erschienen. Das Rezept steht im Kapitel "Chûka Ryôri".

Mitten im November 12.11.–20.11.18 (Post enthält Werbung, unbezahlt)

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Im Gegensatz zum Monatsanfang war die Monatsmitte backtechnisch ruhig. Ich hatte viel zu überlegen. Wie ist dieses Jahr verlaufen? Was war gut, was nicht? Welchen Weg schlage ich zukünftig ein? Ja, es ist Zeit für etwas Neues.


Mein täglicher Weg zum Bahnhof.

Üblicherweise gibt es solche Rückblicke ja erst zum Jahresende. Aber um nächstes Jahr einen neuen Weg beschreiten zu können, müssen die Weichen jetzt gestellt werden.

Was mir sehr gut tut, ist das Training im Fitnessstudio. Ich kann wieder angstfrei gehen und mein Knie fühlt sich stabiler an als früher. Nur Treppen steigen bereitet mir hin und wieder noch Probleme.
Allerdings habe ich auch gemerkt, dass ich meine Erwartungen zurückschrauben muss. Meine Gelenke sind einfach zu kaputt, um schnelle Fortschritte erreichen zu können. Ständig wurde ich von Schmerzen im Knie, in den Ellbogen, in der Schulter und in der Nackenmuskulatur heimgesucht. Ich musste des Öfteren  pausieren und längerfristig Physiotherapie in Anspruch nehmen.
Seufz. Ich muss akzeptieren, dass ich keine 20 mehr bin und alles etwas langsamer angehen.
Und ich werde mal beim Rheumatologen vorstellig werden.

Eine gute Entscheidung war es, in den Chor einzutreten. Seit Anfang Juli bin ich nun Mitglied im Animanga Chor Berlin und fleißig am Singen. Auch wenn ich die Älteste da bin (und meine Stimme gelegentlich nicht so will wie ich möchte ^^;;), so merke ich doch, wie gut mir der Chor tut.

Am 17. November hatte ich mit dem Chor den ersten Auftritt beim Sakana Matsuri in Berlin. Das Sakana Matsuri ist eine kleine Convention für Anime Fans. Es lief ganz gut und bisher habe ich nur positives Feedback gehört. :-) Nach dem Auftritt fanden sich die meisten Chormitglieder im Karaoke Raum ein. Wie das wohl kommt? *g*


Der November ist nicht nur braun, grau und dunkel. Wenn man genau hinsieht, gibt es viel zu entdecken.

Eine wichtige Entscheidung war die, wie es mit meiner Arbeit im japanischen Feinkostgeschäft Hanabira weitergehen soll. Seit September 2017 arbeite ich nun dort einmal die Woche und stelle japanisches Gebäck her. Nachdem ich das Für und Wider abgewogen habe, bin ich zum Entschluss gekommen, dort zu kündigen. Für die gesammelten Erfahrungen bin ich sehr dankbar, aber nun heißt es weiterziehen.

Was mir immer noch unverändert Freude bereitet, ist das Ausprobieren neuer Patisserie-Rezepte.
Diese Köstlichkeit nennt sich Meringue Chantilly Caramel Salé.


Meringue Chantilly Caramel Salé

Für die Füllung der Baiserschalen kocht man eine Konditorcreme und Karamell, der mit Sahne, Salz und Schokolade zu einer Creme gerührt wird. Zieht man beide Cremes unter gesüßte Schlagsahne erhält man die Salzkaramellsahnecreme.

So viel Zucker ist bei uns mittlerweile jedoch die Ausnahme. ^^;;

Mein zweites Frühstück sieht meist so aus:


Matcha oder Matcha Latte oder Sencha, Obst und manchmal noch eine Portion Müsli.

Zum Mittag bereite ich mir meist nur eine Kleinigkeit zu.


Am liebsten mag ich japanische Alltagsgerichte oder Gerichte nach dem Eating Clean Prinzip. Wobei ich, was Eating Clean betrifft, noch nicht sehr bewandert bin.

Falls ihr euch für japanische Alltagsgerichte interessieren solltet (einige habe ich ja bereits auf meinem Blog – oder heißt es "in meinem Blog"?), dann habe ich eine super Neuigkeit für euch.

Ende Januar oder Anfang Februar 2019 erscheint im Gräfe und Unzer Verlag ein neuer GU Küchenratgeber mit dem Titel "JAPAN" (HIER könnt ihr das Cover sehen, Achtung Werbung, weil Verlinkung). In dem Buch findet ihr 38 authentische Rezepte, die sich einfach und schnell zubereiten lassen. Die Autorin bin ich. :-D (Der Kurztext auf der verlinkten Seite ist allerdings nicht von mir.)

Das Buch befindet sich gerade in Druck. Für mehr Einzelheiten müsst ihr euch noch gedulden.
Nächstes Jahr möchte ich gerne ein weiteres Buch herausbringen. Das neue Thema steht aber noch nicht fest.

Ihr seht, ich beschreite neue Wege. :-)

Da fällt mir ein Gedicht von Ulrich Schaffer ein aus seinem Buch "ich wage", mit dem ich diesen Post abschließen möchte.

Ich wage Neues,
weil ich im Alten
nicht mehr leben will.

Ich wage mich vor
in das Fremde und Ungewohnte
mit seinem Schmerz und seinem Glück.

Ich will mich den Veränderungen
mit ihrer Not und Unsicherheit
bewusst aussetzen.

Ich stelle mich den Herausforderungen,
kämpfe mit meiner Angst
und aktiviere meine Fantasie.

Ich entfalte mich
und wage zu entdecken,
was noch alles in mir schlummert.


Und schon ist der November vorbei. 21.11.–30.11.18

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Der November endete ruhig und ich nutzte die Ruhe, um mein "Ich back mich durch jedes Buch"-Projekt fortzuführen. Nachdem ich so viele Bücher aussortiert hatte, dachte ich, dass ich aus jedem Buch, dass nun im Regal steht ("im Regal verbleiben durfte" *g*) wenigstens ein Rezept ausprobiert haben sollte.
Nach den Mandelecken (gelungen aber sehr süß) und dem Schweizer Nusskuchen (sehr lecker) folgten Mangopudding (na ja), die Meringue Chantilly Caramel Salé (sehr lecker, aber aufwändig), Himbeerbaiser (misslungen), ein Biscuit à genoise (gut) und nun war ein Rezept für die Saint Marc Schnitte dran. Der Clou ist die karamellisierte Oberfläche, die für einen angenehmen Knuspereffekt sorgt. Köstlich. :-)



Besonders gespannt war ich auf das Vollkornbrot mit Buchweizen- und Teffmehl. Es hat einen eigenartigen Geschmack, an den ich mich aber nach dem zweiten Bissen gewöhnt habe. Das Rezept ist aus dem Buch Kokoscreme & Mandelmilch (ein Buch über Eating Clean Rezepte).
Mein Mann dagegen hat nach dem ersten Bissen ganz angewidert geschaut. ^^;;


Auf dem Foto ist es noch frisch. Am nächsten Tag hatten sich die Sonnenblumenkerne grün verfärbt. Das sah sehr merkwürdig aus, doch meiner Recherche nach ist das wohl gesundheitlich völlig unbedenklich. Mein Sohn hat das Brot gegessen. Wahrscheinlich ist er durch meine vielen Matcha Gebäcke die grüne Farbe in Lebensmitteln schon gewöhnt. *g*

Für meinen letzten Tag im japanischen Lebensmittelgeschäft habe ich wieder Melonpan gebacken.


Keine Ahnung, ob sie verkauft wurden und wie sie ankamen. Das hat mich irgendwie an dem Job am meisten frustriert. Keinerlei Feedback zu bekommen. Da muss ich noch mächtig an mir arbeiten. Dass ich lerne loszulassen.

Kurz mal gegoogelt. Wow, gibt es viele Bücher zum Thema "Selbstbewusstsein/ Selbstwertgefühl stärken"! o_O
Da scheitere ich ja schon daran, dass ich nicht weiß, für welches Buch ich mich entscheiden soll. ^^;;
Die klingen alle gut. :-D

Habt noch eine schöne Adventszeit.
Ich werde gleich mal den nächsten Post vorbereiten. Ist ja schon wieder Mitte Dezember. ^^;;

1.12.–10.12.18 Und plötzlich ist es schon der dritte Advent.

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Na dann mal schnell. :-P

Wobei der Post nur das erste Dezemberdrittel umfasst. ^^;;

Ich backe mich weiter durch meine Bücher. Den Amarettikuchen hatte ich zwar schon mal gebacken, aber macht ja nichts. *g* Ich nehme ein paar Stück (und auch die restlichen Amaretti, die ich extra für den Kuchen gebacken hatte) mit zur Chorprobe. Ich staune, dass nicht jeder Amaretti kennt. Seit wann kenne ich die eigentlich? Keine Ahnung.
Wie dem auch sei, den Chormitgliedern schmeckt's. :-D


Zum ersten Advent sollte es diese ganz besondere Matchaschnitte geben, aber ich bin nicht rechtzeitig fertig geworden und so können wir sie erst am Montag danach genießen. Und ich verrate es euch gern: Sie schmeckt auch montags. :-P (Und dienstags.)



Farbenfroh geht es weiter mit diesem Kürbisbrot aus Hefeteig. Wir lieben solche flauschigen, weichen Brote. Wobei ich auch gerne mal ein kräftiges Sauerteigbrot esse, aber die kaufe ich lieber im Laden. ^^;; Sauerteig und ich – Ob wir noch Freunde werden?


Nach dem Vollkornbrot mit Teffmehl wage ich mich nun mutig an die Apfel-Haselnussmuffins mit Teffmehl. Aber die können mich gar nicht überzeugen. Bröseln gleich weg und vom Geschmack her ... Brr. Entweder liegt es am charakteristischen Geschmack des Teffmehls oder daran, dass mein Teffmehl überlagert ist. ?_? Als MHD ist der 30.04.2018 angegeben, aber das Mehl fühlt sich gut an und ich kann mir nicht vorstellen, dass es schon schlecht ist. Was meint ihr?


Während letztes Jahr Kazu mich noch unsicher gefragt hat, ob es denn den Nikolaus gäbe, erläutert er mir dieses Jahr ganz bestimmt "Mama, ich weiß, dass es den Nikolaus nicht gibt." Haha.
Aber dafür, dass es den Nikolaus nicht gibt, waren die Schuhe und der Nikolausbeutel gut gefüllt. :-P


Wir wohnen in einem Haus mit acht Mietparteien und ich schätze, dass ein Großteil davon Nikolaus gespielt hat. :-)
Daher bekommt Kazu von mir zum Nikolaus gar keine Süßigkeiten. Von mir gab es dieses Jahr ein Buch. Minecraft ist bei den Kindern groß angesagt. ^^;; Erinnern mich ein wenig an Lego-Figuren.

Habt ihr schon einmal eine Ananas-Ingwer-Tarte gegessen? Das Rezept ist aus dem Buch "Flache Kuchen". Zuerst dachte ich, dass die vielleicht ursprünglich aus Großbrittanien kommt, aber im Netz konnte ich keinen vergleichbaren Kuchen finden.
Wie dem auch sei, die Tarte schmeckt. Aber leider ist sie viel zu süß. Eingelegter kandierter Ingwer, Ingwersirup, Ananaskonfitüre und Dosenananas sind einfach zu viel des Süßen. Jetzt überlege ich, wie ich die Süße reduzieren kann. Vielleicht frische Ananas und die Ananaskonfitüre weglassen?


Ich habe auch Plätzchen mit Ananas gebacken. Einmal Streuseltaler, wo in den Streuseln kandierte Ananasstücke eingearbeitet sind und Ananas-Ingwer-Plätzchen. Die ganz rechts sind Ahornsirup Plätzchen mit Walnüssen. Die sind bei uns sehr beliebt, weswegen ich die schon oft gebacken habe.


Die beiden Ananasplätzchen sind okay. Die mit den Streuseln finde ich etwas trocken, die mit Ingwer sind mal wieder sehr süß. Schmecken beide, überzeugen aber nicht. Ein zweites Mal werde ich sie sicherlich nicht backen.

Nach dem süßen Gebäck mit Ananas zum zweiten Advent begint die darauffolgende Woche mit einem nicht ganz so süßen Brot.
Es ist ein Vollkornhefezopf mit Apfelfüllung (und Rosinen).


Kazu und mir schmeckt er (vor allem frisch ist er lecker), nur meinem Mann gefällt er nicht.
Am nächsten Tag verwende ich die restlichen Scheiben für einen Brot-Apfel-Auflauf. So schmeckt es uns allen dreien. :-)

Japanisch kochen ist ganz einfach! (Werbung ohne Auftrag)

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In meinem Buch zeige ich euch, wie man auch in Deutschland ohne großen Aufwand authentisch japanisch kochen kann.

Die meisten Zutaten bekommt man im Supermarkt und in diesem Küchenratgeber"Japan" kommen nicht mehr als zehn Zutaten (ausgenommen Salz und Pfeffer) zum Einsatz.

Ich habe darauf geachtet, dass japanische Zutaten wie Aburaage (frittierter Tofu, siehe Cover-Foto) oder Adzukibohnenpaste in mindestens zwei Rezepten vorkommen, so dass man die Zutaten auch verbrauchen kann und man keine Reste hat.

Ebenso habe ich Wert darauf gelegt, dass auch die Zubereitungsarten wie Braten, Frittieren, Kochen, Dämpfen, Säuern etc. mindestens zweimal auftauchen.

So könnt ihr euch abwechslungsreich eine japanische Mahlzeit zusammenstellen, die aus einer Schale Reis, Suppe, Hauptgericht, einer großen und einer kleinen Beilage besteht. Jedes Gericht wird üblicherweise portionsweise auf passendem Geschirr serviert und alles kommt gleichzeitig auf den Tisch.
"Was so viele Gerichte?" mag der ein oder andere jetzt denken. Aber natürlich kann eure Mahlzeit auch nur aus Reis und dem Hauptgericht bestehen, die zusammen auf einem Teller angerichtet werden.
Es gibt auch Gerichte, die nur aus einer großen Schale Reis oder Nudeln mit Belag bestehen.

Nachtisch ist eher unüblich (wenn, dann wird meist Obst gereicht). Süßes genießt man meist am Nachmittag (Oyatsu).

Passend zum Prinzip der japanischen Mahlzeit habe ich die Kapitel unterteilt in
  • Hauptgerichte
  • Große & kleine Beilagen
  • Reis- und Nudelgerichte
  • Süßes & Gebäck.
Ich hoffe, dass ich mit diesem Buch vielen Leuten die Angst vor der japanischen Küche nehmen kann. Der erste Schritt ist immer der schwerste, aber mit diesem Buch sollte der erste Schritt Richtung "authentisch japanisch kochen" leicht fallen.

Ich habe einige deutsche Kochbücher über japanische Küche. Einige haben zwar schöne japanische Gerichte, jedoch mit Zutaten wie bestimmte Fischsorten oder Meeresfrüchte, die man hierzulande nur für viel Geld bei einem gut sortierten Fischhändler bekommt (wenn überhaupt). Diese Gerichte mögen in Japan zur Alltagküche gehören, aber hier nun mal nicht.

Bei einigen Kochbüchern vermisse ich die Authentizität. Oft werden Zutaten verwendet, die eher typisch für andere asiatische Länder sind. 

Ich hoffe, dass mir mit diesem Buch der Spagat gelungen ist, authentische japanische Gerichte für den Alltag zu präsentieren, die man auch in Deutschland ohne lange Einkaufswege oder hohe Ausgaben im Online-Shop zubereiten kann. 

Das Buch ist im Gräfe und Unzer Verlag in der Reihe GU KüchenRatgeber erschienen. 
Unterstützt wurde ich von meiner Redakteurin Verena Kordick und meiner Lektorin Petra Teetz, denen ich beiden dafür sehr dankbar bin.

Das Buch ist ab dem 5. Februar 2019 im Buchhandel erhältlich.

Wenn ihr noch Fragen habt, könnt ihr mir diese gerne hier im Blog, auf Facebook oder Instagram stellen oder ihr schickt mir einfach eine Mail. :-)

Es wird demnächst auch wieder auf meinem Blog neue Rezepte geben. Ihr dürft gespannt sein. 

Souffle Cheesecake (Japanischer Käsekuchen)

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Der luftige japanische Käsekuchen, in Japan Souffle Cheesecake genannt, wird hierzulande immer beliebter. 
Kein Wunder, dass man mittlerweile im Netz jede Menge Rezepte (auch auf deutsch) für den Souffle Cheesecake finden kann. Doch die von mir gefundenen Rezepte enthalten oft viel Butter, Zucker und vor allem Mehl/ Speisetärke. 

Daher möchte ich euch dieses Rezept präsentieren, auf das ich neulich gestoßen bin und das mein bisheriges Rezept für Souffle Cheesecake den Rang abgelaufen hat. :-P

Zutaten für eine Form von Ø 15 cm mit hohem Rand

Anm. Die Form sollte auslaufsicher sein.
Meine Form hat eine Höhe von 7,5 cm. Wenn man keine Form mit hohem Rand hat, behilft man sich mit Backpapier, das man auf diese Höhe zuschneidet und den Rand damit auskleidet. Dann entfällt das Zuckern des Randes.
Ist man sich nicht sicher, ob die Form wasserdicht ist, wickelt man den Boden in Alufolie.
Außerdem benötigt man ein Blech mit hohem Rand, in das man die Form hineinstellen kann.



150 g Frischkäse
10 g Zucker
2 TL Zitronensaft
45 g Eigelb
60 g Schlagsahne
12 g Mehl
12 g Speisestärke
75 g Eiweiß
30 g Zucker

Fett und Zucker für die Form

Vorbereitung

Alle Zutaten abwiegen und auf Zimmertemperatur bringen. Eiweiß kalt stellen.

Die Form dünn fetten und den Rand (nicht den Boden) mit Zucker ausstreuen. Überschüssigen Zucker abklopfen.

Reichlich Wasser (1–2 l) zum Kochen bringen.

Ofen auf 180°C O/U-Hitze vorheizen.

Zubereitung

Frischkäse mit dem Schneebesen cremig rühren.
10 g Zucker einrühren.
Zitronensaft einrühren.
Eigelb einrühren.
Schlagsahne (ungeschlagen) einrühren.
Mehl und Speisetärke mischen, auf die Frischkäsemasse sieben und einrühren, bis die Masse klümpchenfrei ist.

Eiweiß mit Handmixer (Quirle) bei niedrigster Geschwindigkeit 10 Sek. zerschlagen, dann bei höchster Geschwindigkeit zu Eischnee aufschlagen. Die 30 g Zucker dabei nach und nach zugeben.
Zum Schluss den Eischnee bei niedriger Geschwindigkeit noch 30 Sek. weiterschlagen, damit man ganz feine Bläschen erhält.

Etwa 1/3 des Eischnees mit dem Schneebesen zur Frischkäsemasse geben. Den Schneebesen senkrecht halten und im Zickzack hin und her bewegen und auf diese Weise den Eischnee unterheben. Den restlichen Eischnee ebenfalls mit schneidenden Bewegungen (am besten mit Schaber) behutsam unterheben.

Die Masse mit einigem Abstand zur Backform in diese einfüllen. Einmal die gefüllte Form kräftig auf die Arbeitsfläche klopfen, um restliche große Luftblasen zu entfernen.

Die Form in das tiefe Backblech stellen und das Blech in den auf 180°C O/U-Hitze vorgeheizten Ofen schieben. Heißes, nicht mehr kochendes Wasser in das Blech gießen, so dass das Wasser etwa 1,5 cm hoch steht.

20 Min. backen. Dann die Hitze auf 150°C O/U-Hitze reduzieren und weitere 30 Min. backen.

Die Oberfläche sollte goldbraun sein und bei Berührung federn. Optimal wäre es, wenn die Oberfläche nicht einreißt. Aber das ist nur für die Optik.
Wird eure Oberfläche zu schnell dunkel, könnt ihr den Kuchen mit Alufolie abdecken. (Aber frühestens nach 20 Min.).
Wenn ihr unsicher seid, ob der Kuchen fertig ist, könnt ihr auch den Stäbchentest machen. Wenn keine flüssige Masse am Holzspieß klebt, ist der Kuchen fertig.

Den Kuchen auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.


Ist der Kuchen etwas abgekühlt (er muss nicht ganz ausgekühlt sein), aus der Form holen.


Der Souffle Cheesecake schmeckt leicht warm genauso gut wie kalt aus dem Kühlschrank.



Da die meisten sicher eher eine Form von 18 cm Durchmesser haben, hier die Mengen für die 18er Form:

200 g Frischkäse
15 g Zucker
1 EL Zitronensaft
3 Eigelb
80 g Schlagsahne
16 g Mehl Type 405
16 g Speisestärke
3 Eiweiß
40 g Zucker

Die Backzeit um einige Minuten verlängern.

Das Rezept, auf dem meines basiert, habe ich auf cookpad (japanische Plattform für Rezepte) gefunden: https://cookpad.com/recipe/481627

Ich wünsche euch gutes Gelingen und scheut euch nicht, mich bei Fragen anzuschreiben.

ANZAC Cookies

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Kennt ihr ANZAC Cookies? Das sind knackige Kekse mit Haferflocken und Kokosraspeln, die in Australien und Neuseeland beheimatet sind. ANZAC steht für Australian and New Zealand Army Corps.
In meinem Keks-Buch habe ich ein Rezept für diese Cookies gefunden, doch das Rezept erwies sich als nicht stimmig. Mein Keksteig war krümelig und lief beim Backen auch nicht breit. Und geschmeckt haben sie überhaupt nicht.
Daraufhin habe ich im Netz nachgeforscht. Ich verglich mehrere Rezepte, korrigierte entsprechend meine Rezeptvorlage und startete einen neuen Versuch.

Das Ergebnis überzeugt. Knackig aromatische Kekse, denen Kazu "beide Daumen hoch" gibt. :-D

Zutaten für ca. 28 Kekse

110 g Mehl
150 g Haferflocken, kernig
80 g geröstete Kokosflocken/ -chips
125 g brauner Zucker (z.B. Tate & Lyle light soft brown sugar)
125 g gesalzene Butter
2 EL Honig/ Ahornsirup/ Reissirup o.ä.
1/2 TL Natron
2 TL Milch/ Getreidedrink/ Wasser

Zubereitung

Mehl in eine Schüssel sieben.
Haferflocken, Kokosflocken und Zucker zugeben und alles vermengen.
Butter zerlassen und mit Honig verrühren.
Natron mit Milch verrühren und das Gemisch in die flüssige Butter einrühren.
Die flüssigen Zutaten über die trockenen Zutaten geben und alles vermengen.

Aus der Masse Kugeln (etwa so große wie ein Tischtennisball) formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen. Abstand lassen.

Im vorgeheizten Ofen bei 180°C O/U-Hitze 20 Min. backen.

Die Cookies noch 5 Min. auf dem Blech nachhärten lassen, dann herunternehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.



Dinkeltoastbrot

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Wir lieben flauschige Brote und da Dinkel angeblich gesünder sein soll als Weizen, gab es bei uns in letzter Zeit vermehrt dieses Dinkeltoastbrot.

Mir schmeckt es am besten pur, vor allem wenn es frisch gebacken ist. Aber natürlich ist es auch getoastet ein Genuss (was wäre es sonst für ein Toastbrot). :-D

Man kann das Brot auch komplett mit Dinkelmehl Type 630 backen oder aus dem Rezept ein Weizentoastbrot backen. Statt Kokosblütenzucker kann man jeden anderen Zucker nehmen und auch bei der Getreidemilch könnt ihr flexibel sein. Notfalls geht auch Wasser.
Statt Mandel Drink könnt ihr auch Schlagsahne nehmen oder einfach gleich 170 ml Dinkel Drink.
Die Butter lässt sich z.B. auch durch Mandelmus ersetzen, aber die Porung wurde bei mir dann etwas gröber.
Ich habe verschiedene Versionen ausprobiert und das vorgestellte Rezept enthält die Zutaten und das Mengenverhältnis, mit denen uns das Brot am besten geschmeckt hat.

Zutaten für 1 Kastenform von ca. 20 cm x 9 cm x 9 cm

150 g Dinkelmehl Type 630
100 g Dinkelvollkornmehl
3 g Trockenhefe (ca. 1/2 Päckchen)
10 g Kokosblütenzucker
100 ml Dinkel Drink
70 ml Mandel Drink
20 g Honig
30 g Butter, weich
3 g Salz

Zubereitung

Mehle in eine große Schüssel sieben und mit Hefe und Zucker vermischen. In der Mitte eine Mulde formen.
Die Flüssigkeiten auf ca. 38°C erwärmen, so dass sie lauwarm sind. Den Honig einrühren. Die Mischung in die Mulde gießen.
Mit den Knethaken des Handrührgeräts alle Zutaten von innen nach außen zusammen verkneten, bis der Teig sich von der Schüsselwand löst.
Weiche Butter und Salz zum Teig geben und mit den Knethaken einarbeiten. Solange kneten, bis der Teig wieder homogen ist und sich erneut vom Schüsselrand löst. Noch etwa 1 Min. weiterkneten.

Den Teig aus der Schüssel nehmen und auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben. Rundformen und wieder mit dem Schluss nach unten in die Schüssel legen.
Die Schüssel abdecken (ich decke sie mit einem feuchten Tuch ab) und den Teig ca. 1 Std. bei Raumtemperatur gehen lassen, bis er etwa das Doppelte an Volumen hat.

Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und flach drücken, um ihn zu entgasen.
Den Teig dritteln und jedes Drittel zu einer Kugel formen.
Kugeln abdecken und 10 min gehen lassen.


Währenddessen die Form fetten und mehlen.

Jede Kugel zu einem Rechteck rollen, die lange Seite zu einem Drittel einschlagen und die andere Seite darüberlegen. Dann leicht darüber rollen.



Von einer schmalen Seite her locker aufrollen.



Die Rollen mit dem Schluss nach unten in die vorbereitete Form setzen.


Abdecken und bei Zimmertemperatur ca. 1 Std. gehen lassen.

Wenn sich das Volumen der Rollen in etwa verdoppelt hat die Form in den vorgeheizten Ofen schieben und das Toastbrot bei 190°C O/U-Hitze ca. 25–28 min backen.


Aus der Form klopfen und das Toastbrot auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.



Chocolate Banana Chiffon Cake チョコバナナシフォンケーキ

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Der Chocolate Banana Chiffon Cake ist ein flauschiger Cocoa Chiffon Cake gefüllt mit Schlagsahne und Bananenscheiben. Mein Sohn als auch mein Mann haben sich diesen köstlichen Kuchen jeweils  zu ihrem Geburtstag gewünscht.
Das Rezept stammt vom Chiffon Cake Fachgeschäft "La Famille" in Tokyo, Japan, wo dieser beliebte Kuchen zum Standardsortiment gehört.

Wer keine Chiffon Cake Form hat, nimmt eine Gugelhupfform (siehe Chiffon Cakes in anderen Formen gebacken).
Ich backe den Chiffon Cake zwei Tage vorher, fülle ihn am Tag darauf und garniere ihn am Tag des Servierens aus. Man kann ihn aber auch am Tag des Backens gleich nach dem Abkühlen füllen, ausgarnieren und servieren.

Zutaten für eine Chiffon Cake Form von 20 cm Durchmesser

Eischnee
180 g Eiweiß
90 g Zucker
10 g Speisestärke

Eigelbmasse
70 g Eigelb
80 ml lauwarmes Wasser
60 g geschmacksneutrales Pflanzenöl
60 g Mehl Type 405
30 g Kakao (ungesüßtes Pulver)
20 g Zucker

Füllung
300 ml Schlagsahne (32% Fett)
27 g Zucker
1 TL Rum wer möchte (ich lasse den Alkohol weg)
3–4 Bananen

Dekoration
100 ml Schlagsahne (32% Fett)
10 g Zucker
Schokoladenspäne, -perlen oder -streusel nach Belieben
Bananenscheiben

Zubereitung

Alle benötigten Zutaten für den Eischnee und die Eigelbmasse abwiegen und bereitstellen.
Die Form wird nicht gefettet. Ofen auf 165°C O/U-Hitze vorheizen.

Die Eiweiße für ca. 10 Min. in den Froster stellen.

Eigelbe in einer Schüssel mit dem Schneebesen verrühren.
Wasser einrühren.
Öl einrühren.
Es soll eine gute Emulsion entstehen, zu erkennen an lauter Bläschen, die sich an der Oberfläche bilden.
Mehl, Kakao und Zucker mischen und auf die Eigelbmasse sieben.
Den Schneebesen senkrecht halten und so die trockenen Zutaten einrühren, bis die Masse klümpchenfrei ist.

Das kalte Eiweiß (es kann am Rand ruhig angefroren sein) bei langsamer Geschwindigkeit mit den Quirlen eines Handmixers zerschlagen.
Dann das Eiweiß bei hoher Geschwindigkeit weiterschlagen.
Zucker mit Speisestärke mischen. Wenn das Eiweiß zu Eischnee wird, die Zuckermischung nach und nach zugeben. Zu festem Eischnee aufschlagen, dann den Eischnee bei kleiner Geschwindigkeit noch ca. 30 sec weiterschlagen. Dadurch erhält man feine Bläschen und somit einen stabileren Eischnee.
Der Eischnee sollte cremig-fest sein und schön glänzen.

Etwa 1/3 des Eischnees zur Eigelbmasse geben und mit dem Schaber behutsam unterheben. Das nächste Drittel vom Eischnee unterheben und dann das letzte Drittel. Die Masse soll homogen sein.

Die Masse mit etwas Abstand in die Form fließen lassen.

Chiffon im vorgeheizten Ofen bei 165°C O/U-Hitze ca. 40 min backen.
Der Chiffon Cake ist fertig gebacken, wenn die Oberfläche sich elastisch anfühlt und die Risse Farbe bekommen haben.

Den Kuchen nach dem Backen verkehrtherum auskühlen lassen. Den Kuchen abgedeckt in der Form am besten über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.

Chiffon Cake aus der Form lösen. Den Kuchen waagerecht in 1,5 cm dicke Scheiben schneiden. Es werden vier Scheiben benötigt.

Eiskalte Schlagsahne mit Zucker und,  wer mag, Rum zu 80% aufschlagen (siehe Sahne schlagen).
Die Bananen schälen, quer halbieren und die Hälften längs in etwa vier Scheiben schneiden.

Einen Boden mit Sahne bestreichen, mit Bananenscheiben belegen, diese wieder mit etwas Sahne bedecken und einen zweiten Boden auflegen.
Den Boden mit Sahne bestreichen und den dritten Boden auflegen.
Den dritten Boden mit Sahne bestreichen, mit Bananenscheiben belegen, diese wieder mit etwas Sahne bedecken und den letzten Boden auflegen.
Den Kuchen dünn mit der restlichen Sahne komplett einstreichen.
Für einige Zeit in den Kühlschrank stellen.

Wer keine Zeit hat, kann den Kuchen auch gleich weiter ausdekorieren. Ich lasse den Kuchen gerne über Nacht im Kühlschrank durchziehen und dekoriere ihn dann am Tag des Servierens aus.

100 ml Sahne mit 10 g Zucker für die Dekoration zu 90% fest aufschlagen. Den Chiffon Cake damit sauber einstreichen.


Nach Belieben mit Schokolade und Bananenscheiben ausdekorieren.




Quelle: パティシエ100人のスイーツ (Die Süßspeisen von 100 Pâtissièrs),  Verlag boutique-sha, 2004

Protein Haselnussmuffins, low carb

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Diese Proteinmuffins liegen voll im Trend. Sie sind proteinreich und low carb und schmecken dazu noch richtig gut. Durch Verwendung von Seidentofu werden sie angenehm weich. Vor allem frisch aus dem Ofen finde ich sie unwiderstehlich.

Zutaten für 8 Muffins

250 g Seidentofu
50 g Haselnussmus (100% Haselnüsse)
2 Eier (Gr. M)

60 g Haferkleie
40 g Proteinpulver Vanille
35 g Erythrit
15 g Kokosmehl
1 TL Backpulver

Zubereitung

Tofu mit Nussmus und Eiern gut verrühren (geht am besten in einem Food Processor/ Zerkleinerer/ Mixer).

Haferkleie in eine Schüssel geben. Proteinpulver, Erythrit, Kokosmehl und Backpulver durch ein Sieb dazugeben und alles vermischen.
Die Tofumischung dazugeben und einrühren.

Anm. Für die Bildstrecke habe ich noch einmal zwei Muffins extra gebacken.


Den Teig auf acht Silikon-Muffinförmchen verteilen.


Im vorgeheizten Ofen bei 190°C O/U-Hitze ca. 22 Min. backen.


Lasst es euch schmecken!

Inspirationsquelle: Die Seite "lowcarbrezepte"

Beauty Balls

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Kennt ihr Beauty Balls? Das sind süße Energiebällchen aus lauter gesunden Zutaten. Hier möchte ich euch drei verschiedene Sorten vorstellen.

Walnut Cocoa Beauty Balls
links vorne im Bild

Zutaten für ca. 25 Kugeln von Ø 2–2,5 cm 

100 g Walnusskerne
50 g Kakao (z.B. von Valrhona)
1 Prise Salz
120 g getrocknete Datteln ohne Stein
1 EL Honig (kann auch weggelassen werden)
2 TL Kokosöl

Zubereitung

Walnusskerne mit Kakao und Salz in einen Zerkleinerer (Food Processor) geben, bis die Nüsse zermahlen sind.
Datteln, Honig und Kokosöl dazugeben und alles mixen, bis eine einigermaßen glatte und gebundene Masse entsteht. Ist die Masse zu bröselig, noch etwas Kokosöl hinzufügen.

Aus der Masse Kugeln von etwa 2–2,5 cm Durchmesser formen. Die Kugeln im Kühlschrank fest werden lassen.


Coconut Almond Beauty Balls
rechts vorne im Bild

Zutaten für ca. 25 Kugeln von Ø 2–2,5 cm 

75 g Kokosraspeln
50 g Mandeln
1 EL Kokosöl
1 Prise Salz
100 g getrocknete Datteln ohne Stein
1/4 TL Vanille Extrakt
1 EL Kokosblütensirup (kann auch weggelassen werden)
2 TL Kokosöl zusätzlich bei Bedarf

Zubereitung

Kokosraspeln und Mandeln mit Öl und Salz in einen Zerkleinerer (Food Processor) geben, bis die Nüsse zermahlen sind.
Datteln, Vanilleextrakt und Kokosblütensirup dazugeben und alles mixen, bis eine einigermaßen glatte und gebundene Masse entsteht. Ist die Masse zu bröselig, noch etwas Kokosöl hinzufügen.

Aus der Masse Kugeln von etwa 2–2,5 cm Durchmesser formen. Die Kugeln im Kühlschrank fest werden lassen.


Dried Fruit Beauty Balls
hinten im Bild

Zutaten für ca. 30 Kugeln von Ø 2–2,5 cm 

100 g getrocknete Früchte nach Belieben (ich habe Trockenpflaumen verwendet)
75 g gemahlene Mandeln
50 g Kokosraspeln
50 g weißes Sesammus (Tahin)
2 EL Honig
ein paar Tropfen Zitronenöl
2 TL Kokosöl zusätzlich bei Bedarf
Kokosraspeln zum Ummanteln

Zubereitung

Alle Zutaten in einen Zerkleinerer (Food Processor) geben und mixen, bis eine einigermaßen glatte und gebundene Masse entstanden ist. Ist die Masse zu bröselig, noch etwas Kokosöl hinzufügen.

Aus der Masse Kugeln von etwa 2–2,5 cm Durchmesser formen. Die Kugeln in Kokosraspeln wälzen und im Kühlschrank fest werden lassen.


Inspirationsquelle: Angyal, Erica, Super Beauty Sweets, Shogakukan, 2015, Japan

Two Layer Matcha Rare Cheesecake 抹茶のレアチーズケーキ

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Wer auf intensiven Matchageschmack steht, der wird diesen Kuchen lieben. Denn dieser Matcha Cheesecake enthält jede Menge Matcha. So wird für die untere Schicht (koicha-Schicht) die doppelte Menge an Matcha verwendet. Ich empfehle eine hochwertige Qualität zu nehmen, damit die Schicht nicht zu bitter wird. Bei mir kamen zwei verschiedene Qualitäten zum Einsatz.
Wer es nicht so intensiv mag, der verdoppelt einfach die Mengenangaben für die hellere Schicht (usucha-Schicht) und lässt die dunkle Schicht weg.

Dieser ungebackene Matcha Cheesecake ist wunderbar cremig und leicht im Geschmack und ich bin sicher, dass er euch ebenfalls schmecken wird.

Ich habe für diesen Cheesecake einen Ring verwendet. Ihr könnt ihn aber auch in jeder anderen Form oder direkt in Gläschen zubereiten.


Zutaten für einen Ring von 15 cm Durchmesser

Boden
50 g Vollkornkekse (ich habe glutenfreie Landtaler verwendet)
15 g Butter

Dunkle Koicha Schicht
100 g Frischkäse
100 g Schlagsahne (ungeschlagen)
1 1/2 Blatt Blattgelatine (ca. 3 g)
10 g Matcha (hochwertig)
25 g Zucker
1 EL Zitronensaft

Helle Usucha Schicht
100 g Frischkäse
100 g Schlagsahne (ungeschlagen)
50 g Natur-Joghurt (ungezuckert)
1 1/2 Blatt Blattgelatine (ca. 3 g)
5 g Matcha
25 g Zucker

Zubereitung

Boden
Kekse in einen Gefrierbeutel geben und mit einem Rollholz die Kekse zerdrücken, bis man feine Krümel erhält. Butter schmelzen und mit den Krümeln verkneten.
Den Ring auf eine Unterlage mit Backpapier setzen und die Krümelmasse einfüllen. Die Krümel zu einem gleichmäßig dicken Boden andrücken.
Den Boden bei Zimmertemperatur beiseite stellen.

Dunkle Koicha Schicht
Frischkäse und Sahne Zimmertemperatur nehmen lassen.
Blattgelatine in reichlich kaltem Wasser  etwa 10 Min. einweichen.
Matcha sieben und mit dem Zucker vermischen. Noch einmal sieben.

Frischkäse cremig rühren, Matchazucker zugeben und alles miteinander gut vermengen, bis eine glatte Masse entstanden ist.
Die gequollene Gelatine ausdrücken, in eine kleine Schüssel geben und in einem heißen Wasserbad auflösen. Etwas Schlagsahne einrühren.
Die restliche Sahne in die Frischkäsemasse einrühren.
Dann den Zitronensaft einrühren.
Zuletzt die flüssige Gelatine einrühren.

Die Matcha-Frischkäsemasse auf den Krümelboden in den Ring geben. Sie sollte von selbst zerlaufen, ansonsten die Oberfläche noch glatt streichen.

Den befüllten Ring für 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.

Helle Usucha Schicht
Frischkäse, Sahne und Joghurt Zimmertemperatur nehmen lassen.
Blattgelatine in reichlich kaltem Wasser  etwa 10 Min. einweichen.
Matcha sieben und mit dem Zucker vermischen. Noch einmal sieben.

Frischkäse cremig rühren, Matchazucker zugeben und alles miteinander gut vermengen, bis eine glatte Masse entstanden ist.
Die gequollene Gelatine ausdrücken, in eine kleine Schüssel geben und in einem heißen Wasserbad auflösen. Etwas Schlagsahne einrühren.
Die restliche Sahne in die Frischkäsemasse einrühren.
Dann den Joghurt einrühren.
Zuletzt die flüssige Gelatine einrühren.

Die erste Schicht aus dem Kühlschrank holen. Ist die Oberfläche fest, die helle Matcha-Frischkäsemasse einfüllen. Sie sollte von selbst zerlaufen, ansonsten die Oberfläche glatt streichen.

Den befüllten Ring für 2–3 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Servieren
Um den Ring zu lösen, diesen z.B. mit einem heißen Tuch oder einem Flambierbrenner erwärmen und den Ring abziehen. Nach Belieben ausgarnieren.
Zum Schneiden die Schneide des Messers am besten erwärmen.


Das obige Rezept ist leicht abgeändert. Das Originalrezept stammt aus folgendem Buch:
老舗に教わる抹茶おやつ (Matcha Sweets, wie sie ein Traditionsbetrieb herstellt), Kyoto - Marukyû Koyamaen, Sekaibunkasha, Japan, 2017

Matcha Financiers 抹茶フィナンシェ

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Financiers, die kleinen französischen Mandelkuchen sind in Japan sehr beliebt. Ihr volles Aroma und ihre saftige Textur verdanken sie der Verwendung von gebräunter Butter und nicht aufgeschlagenem Eiweiß.

Zutaten für 7 Financiers von etwa 8,5 cm x 4 cm

55 g Eiweiß
65 g Butter
28 g fein gemahlene Mandeln
17 g Mehl Type 405
5 g hochwertiger Matcha zum Backen
50 g Zucker
0,5 g Salz
Fett für die Form

Zubereitung

Eiweiß auf Zimmertemperatur bringen.

Die Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze unter Rühren erhitzen.
Die anfänglich großen Blasen werden immer kleiner, dann beginnt die Butter Farbe zu nehmen. Wenn sie hellbraun ist und schön duftet, den Topf vom Herd nehmen. Die Butter durch ein feines Sieb gießen (Bodensatz im Topf lassen) und beiseite stellen. Man sollte nun so etwa 50–55 g gebräunte Butter erhalten haben.

Mandeln, Mehl und Matcha mischen und zweimal sieben.

Die Förmchen dünn fetten und kalt stellen.

Eiweiß mit Zucker und Salz in einer Schüssel gut verrühren, aber nicht aufschlagen.
Mehl-Mandel-Matcha-Mischung hinzugeben und einrühren, bis die Masse glatt ist.
Die noch heiße Butter nach und nach einrühren.

Die Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und für 1–2 Std. in den Kühlschrank stellen.

Zum Backen den Ofen auf 210°C O/U-Hitze vorheizen.

Den Teig zu 3/4 in die Förmchen füllen und etwas verteilen. (Muss nicht ganz ordentlich sein, da der Teig beim Backen zerläuft.)

Die Förmchen im vorgeheizten Ofen bei 210 °C O/U-Hitze ca. 12–15 Min. backen, bis der Rand eine leichte Bräunung aufweist.

Die Financiers nach dem Backen noch heiß aus den Förmchen holen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.



Quelle für das obige Rezept: 老舗に教わる抹茶おやつ (Matcha Sweets, wie sie ein Traditionsbetrieb herstellt), Kyoto - Marukyû Koyamaen, Sekaibunkasha, Japan, 2017

Ein weiteres, sehr feines Financier-Rezept findet ihr HIER



Wer keine Financier-Form hat, kann die Küchlein auch in jeder anderen kleinen Form backen.
Auch andere Geschmacksrichtungen wie Earl Grey, Hôjicha oder Zitrone sind sehr beliebt.




HIER geht es zum Rezept.

Unsere kulinarische Wienreise Tag 1 (unbezahlte Werbung, da Namensnennung)

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Letzte Woche sind Kazu und ich zusammen mit meiner Schwester und meiner Mutter von Berlin aus nach Wien geflogen.

Am Wiener Flughafen angekommen suchen wir erst einmal die Vienna Tourist Info in der Ankunftshalle auf. Denn dort soll ich laut Aussage der Seite "easycitypass dot com" einen Easy City Pass bekommen. Mit dem möchte ich in Wien 48 h lang die öffentlichen Verkehrsmittel der Wiener Linien nutzen. Und das Tolle ist, mein Sohn darf bei mir kostenlos mitfahren. Das Ticket kostet 19,90€.
Meine Schwester und meine Mutter benötigen eine 48 Stunden Wien-Karte, die 14,10 € kostet.

"Ich hätte gerne einen Easy City Pass für 48 Stunden."
"Den haben wir nicht."
"Im Internet habe ich gelesen, dass es den bei der Tourist Info geben soll."
"Was soll der können?"
"Ich kann meinen Sohn kostenlos mitnehmen."
"Ja, das ist der Easy City Pass, den verkaufen wir nicht."
"Können Sie mir sagen, wo ich den erstehen kann?"
"Den bekommen Sie im Hauptbahnhof in Wien."

Ach herrje, denke ich. Und nun? Na ja notfalls hole ich zweimal die normale 48 Stunden Karte.
Wir gehen erst einmal weiter Richtung Bahn. Da kommen wir an der Flughafeninformation vorbei. Vielleicht weiß die Dame da, wo man am Flughafen mein Ticket bekommen kann.

Ich frage, aber die Frau am Schalter schaut mich nur verwirrt an. So einen Pass kennt sie nicht.
"Da muss ich wohl googeln" seufzt sie niedergeschlagen.
Der Pass heiße richtig "Vienna Pass" und den gäbe es bei der Tourist Info.
o_O

Na gut. Also wieder zurück. Zum Glück steht gerade keiner an.
Die Damen an der Tourist Info schauen genervt.
Nein, der Vienna Pass ist etwas anderes. Für den Easy City Pass muss ich erst in die Stadt reinfahren.
Jetzt seufze ich.

Geplant war ursprünglich, dass wir uns unsere 48 Stunden Karten und die Anschlussfahrausweise (für die Fahrt bis zur Wiener Kernzone) am Flughafen holen und dann mit der Bahn zum Westbahnhof fahren. Doch meine Mutter weist uns darauf hin, dass es viel einfacher und schneller mit dem Flughafenbus ginge. Dieser würde allerdings 8 € kosten. Was soll's. Ich habe eh noch kein Wien-Ticket.
Der Flughafenbus ist eine wirklich praktische Sache. Die Haltestelle am Westbahnhof liegt dazu noch genau vor dem Eingang zu unserem Hotel. Besser geht es nicht. :-D

Im Hotel erfrischen wir uns und geben unser Gepäck ab.
Gerade als ich im Westbahnhof für mich und Kazu die normalen 48 Stunden Karten kaufen will, entdeckt meine Schwester einen Schalter der Wiener Linien. Und oh Wunder, dort bekomme ich den Easy City Pass.

Nun sind wir alle mit 48 Stunden Tickets ausgerüstet und können unsere kulinarische Reise in Wien beginnen.

Halt Nr. 1 ist der Eisladen Paolo Bortolotti. Da jeder vom anderen probieren darf, komme ich in den Genuss der Eissorten Maroni, Mohn, Limette, Zitrone, Mango, Vanille und Pistazie. Mein Favorit ist Mohn. Das Eis schmeckt sehr gut, ist aber kein "Wow"-Eis.

Weiter geht es in die Innenstadt zum Stephans Dom. Die Domkirche ist sehr beeindruckend. Meine Schwester knipst ein Foto nach dem anderen.

Nun ist ein Besuch im Café Demel geplant.


Über Demel habe ich schon viel gelesen und ich bin gespannt auf die Torten.

Vorne in der Vitrine wird von jeder Torte ein Stück ausgestellt, so dass man auch den Anschnitt sehen kann. Das gefällt mir natürlich sehr. :-)

Hier ein paar von deren Prachtstücken.



Leider ist die Schlange lang und so beschließen wir, zum, nächsten Café zu gehen. Aber auch beim Café Central stehen die Leute bis auf die Straße hinaus Schlange.

Dafür konnten wir auf dem Weg dahin den Michaelerplatz und die Hofburg bewundern. :-)

Das Café Landtmann nahe des Rathauses ist unser nächstes Ziel. Hoffentlich finden wir hier ein Plätzchen.
Ja! Das Café ist großflächig und die Kuchen sehen super aus! Endlich sitzen. :-P





Wir drei Frauen entscheiden uns für eine Kardinalschnitte,


geschmacklich gut, aber etwas mächtig,

ein Stück Mozarttorte,


wunderschön im Anschnitt, sahnig und leicht, aber geschmacklich etwas langweilig,

das Wiener Trio mit Mini-Stücken von Mozart, Himbeer-Topfen und Sacher.


Die Sachertorte hat ganz wunderbar saftig geschmeckt. Meine Schwester mochte die Mini-Mozarttorte mit der grünen Marzipandecke am liebsten.

Das war jetzt Kritisieren auf hohem Niveau. Geschmeckt haben die Torten allesamt sehr gut.

Kazu bestellt eine kleine Gulaschsuppe und dann, weil sie ihm so gut geschmeckt hat, noch eine zweite kleine hinterher. :-D

Gestärkt fahren wir zum Hundertwasser-Haus. Ein wenig Sightseeing muss ja auch sein. :-P
Aber wirklich nur ein wenig, denn abends geht es schon weiter zum Restaurant Konoba, einem kroatischen Fischrestaurant.
Dort speisen wir zu Abend. Die gegrillten Fische schmecken hervorragend.

Es ist einfach klasse, zu viert unterwegs zu sein und alles miteinander zu teilen.
So passt auch noch ein Nachtisch in den Bauch. :-P

Den nehmen wir jedoch nicht im Konoba ein, sondern wir laufen ein Stück die Straße entlang weiter zu einem Eisladen. Das Schelato ist offensichtlich bei den Wienern sehr beliebt. Draußen vor dem Laden ist eine sehr, sehr lange Schlange. Wir haben Zeit und stellen uns an.

Das Anstehen lohnt sich. Aber so was von. Das Eis ist unglaublich gut! Das vegane Gurke-Ingwer-Eis schmeckt so erfrischend und kann uns alle überzeugen. Aber auch Vanille und Zitrone schmecken hervorragend. Geschmacklich würde ich es mit dem Eis von Canal Berlin vergleichen.
Wobei Gurke/Ingwer und Zitrone wirklich sensationell waren.

Jetzt passt aber wirklich nichts mehr in den Magen. Satt treten wir die Rückfahrt zum Hotel an.

Unsere kulinarische Wienreise Teil 2 (unbezahlte Werbung, da Namensnennung)

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Der nächste Tag unserer kulinarischen Reise fängt mit dem Hotelfrühstück an. Das Bio-Frühstück ist reichhaltig und es gibt auch vieles Neues zum Probieren. Zum Beispiel gibt es einen Marmor-Gugelhupf auf dem Bufett. Den muss ich natürlich probieren. Also backen können die Wiener. Der Kuchen ist saftig und gut. :-)

Wir lassen uns Zeit und genießen das Frühstück.

Auch wenn wir noch satt vom Frühstück sind, führt unser erster Weg uns ins Café Central. Dieses Mal bekommen wir einen Platz.

Das Beeindruckende an diesem Café ist das Ambiente.


Aber auch die Torten sind eine Augenweide.




Wir bestellen diese zwei Stücke.




Dazu gibt es für mich noch einen weißen Tee. Mmh, herrlich. Luxus-Feeling pur.

Schade, dass ich so satt bin. Sonst hätte ich noch mehr probiert. Aber ich muss ja auch noch Platz für das Mittagessen lassen. :-P

Auf dem Weg zum Burggarten schauen wir noch in die ein und andere Konditorei rein.
Besonders gefallen hat mir die Conditorei Sluka.





Hier hätte ich mich ja durchprobieren können. Aber jetzt muss es beim Schauen bleiben. Vielleicht heute Nachmittag? *g*

Aber auch der Café Konditorei K.u.K. Hofzuckerbäcker L. Heiner hat eine ansehnliche Auslage.


Auch hier schauen wir nur.

Der Burggarten ist groß und es gibt viele imposante Gebäude.



Da meine Schwester die ganzen Bauten fotografiert hat, habe ich selbst nur wenige Fotos geknipst.

Zeit, das Restaurant Plachuta aufzusuchen, wo wir zu 12:30 Uhr reserviert hatten.
Das Restaurant ist bekannt für seinen Tafelspitz und meine Mutter hat sich vor allem auf diesen gefreut.

Der Tafelspitz wird in einem Topf serviert. Zuerst genießt man die Brühe mit Flädle als Einlage, dann das Fleisch mit Beilagen und Kren und zum Schluss kann, wer mag, noch das Knochenmark mit einem Stück Brot verzehren (worauf wir verzichtet haben).



Dazu bestellten wir noch ein Wiener Schnitzel, über das sich Kazu hermachte. Allerdings hat er nur die Hälfte geschafft, so riesig war das. Aber köstlich.
Das Highlight war für uns alle jedoch die Brühe. Ein Löffel davon und wir waren alle sofort verzaubert. Wow, war die gut.

Nun sind wir uns alle einig. Wir wollen uns unbedingt die Beine vertreten. :-D

Wir besuchen unter anderem das Schloss Belvedere.


Nachdem wieder Platz im Magen ist versuchen wir erneut unser Glück im Café Demel. Und dieses Mal bekommen wir einen kleinen Tisch zugewiesen.

Ich bestelle mir das Sachertörtchen und einen Milchrahmstrudel. Meine Schwester entscheidet sich für eine Kaffeecremetorte.





Der Strudel ist lecker und Kazu macht sich begeistert darüber her, so dass wir nur ein paar Bissen naschen können. *g*

Der Schokoladenboden des Sachertörtchens ist angenehm saftig und schmeckt, aber das Verhältnis von Boden und Überzug ist bei der kleinen Größe nicht stimmig. Daher ist mir das Törtchen als Ganzes zu süß.
Die Kaffeecremetorte ist gut.

Unser Tisch befindet sich genau vor der Glaswand zur Backstube. Edel, edel.


Ich bin glücklich, mal im Demel gewesen zu sein, aber noch einmal muss ich nicht hierher. Unfreundliche Bedienung, ungemütlich, die Kuchen gut, aber auch nicht herausragend.

Und weil uns das Probieren so viel Freude bereitet, gehen wir noch einmal zur Conditorei Sluka, wo ich mir einem Pariser Spitz hole, den Kazu und ich gleich aufnaschen. Mein Eindruck hat mich nicht getäuscht. Sehr köstlich.

Auf dem Weg zurück ins Hotel machen wir noch einen Abstecher zu Billa, dem typischen Supermarkt hier in Wien. Dort kaufen wir ein paar Mitbringsel und etwas zu trinken. Denn wir haben 34 °C und sind alle durstig.

Ich kaufe für Kazu und mich Bio-Beeren (Stachelbeeren, Heidelbeeren und rote Johannisbeeren) aus der Steiermark ein. :-)

Der letzte Einkauf findet dann im Westbahnhof beim Hotel statt. Dort suchen wir den Bäcker Ströck auf und ich kaufe für mich und Kazu eine Apfeltasche und eine Topfenstangerl. Ich kann doch nicht Wien verlassen, ohne wenigstens einmal beim Bäcker gewesen zu sein. :-P

Voll bepackt nehmen wir wieder den Flughafenbus, der uns zum Flughafen bringt.
Kazu nascht seine Apfeltasche auf (und natürlich lässt er mich probieren) und auch von der Topfenstangerl beißen wir beide mal ab. Beides lecker.

Viel gesehen, viel probiert und gegessen und vieles wollten wir noch essen, haben es aber nicht mehr geschafft. Da müssen wir wohl wiederkommen. *g*

Ich freue mich jeden Fall schon darauf, hier in meiner Küche wieder den Backlöffel zu schwingen und die ein oder andere Wiener Torte nachzubacken. :-D

Wer gerne Kuchen isst, ist in Wien bestens aufgehoben. Wir kommen wieder! :-D




Es ist wieder so weit! Matcha tasting!

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Die nächste Matchaverkostung steht an!


Matchaverkostung, was ist das?

Die Matchaverkostung dient dazu, mit anderen Matcha-Interessierten eine schöne Zeit zu verbringen, Erfahrungen auszutauschen und dabei jede Menge verschiedener Sorten an Matcha zu probieren.

Auch Fragen wie

Was ist Matcha?
Wo bekomme ich Matcha her?
Warum sind die Preisunterschiede so groß?
Welchen Matcha für welchen Verwendungszweck?
Wie bewahre ich Matcha am besten auf?
Wie bereite ich Matcha zu? Und was benötige ich für die Zubereitung?
Was muss ich beim Umgang mit Matcha beachten?
Etc.

können natürlich geklärt werden.


Wer nachlesen möchte, wie es bei den bisherigen Matcha Verkostungen zuging, findet hier eine Übersicht.

Matchaverkostung am 20.03.2016

https://mari-to-kazuo.blogspot.com/2016/03/wochenruckblick-20032016.html




Matchaverkostung am 02.04.2016

https://mari-to-kazuo.blogspot.com/2016/04/wochenruckblick-2-april-2016-matcha.html




Matchaverkostung am 21.05.2017

https://mari-to-kazuo.blogspot.com/2017/05/matchaverkostung-am-21-mai-2017.html





Matchaverkostung am 18.02.2018

https://mari-to-kazuo.blogspot.com/2018/02/matchaverkostung-am-18-februar-2018.html





Und nun ist für Mitte August 2019 die fünfte Matchaverkostung geplant.
Ich bin noch am Planen, aber es wird sicher wieder ein großer Spaß. :-D

Matchaverkostung vom 16. November 2019 (Post enthält Werbung)

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Nachdem ich es versäumt habe, über die Matchaverkostung im Sommer zu berichten (vielleicht schaffe ich es ja, das nachzuholen), hier mal ein paar Eindrücke von der letzten Verkostung im November.

Meine Chorleiterin Miwako (Animanga Chor) hatte Fotos von der Matchaverkostung im Sommer auf Instagram gesehen und sich gewünscht, bei der nächsten mit dabei zu sein. Da ich eh vorhatte, im November eine zu veranstalten, passte ich den Termin mit ihr ab und lud sie als auch ein paar andere vom Chor zur Verkostung ein.

Natürlich habe ich wieder verschiedene Gebäcke mit Matcha gezaubert. Dieses Mal sogar eins ohne Matcha, nämlich Mont Blanc, das sich Miwako speziell gewünscht hatte.
Mont Blanc ist ein Törtchen mit Maronencreme, das es in etlichen Variationen gibt und in Japan sehr beliebt ist.


Doch zuerst serviere ich meinen sechs Gästen einen Sencha, um den Gaumen auf den folgenden Matchagenuss einzustimmen.

Der Sencha  nennt sich Morimoto Sencha Okumidori (der Link führt zum matchashop, wo ich mir den Tee hole), den ich gerne morgens trinke.

Dann gibt es eine kurze Einführung.

Was ist Matcha?

Vereinfacht gesagt ist Matcha gemahlener grüner Tee. Das ist auch die Bedeutung der Schriftzeichen des japanischen Wortes Matcha 抹茶.
Doch kann man nicht einfach irgendeinen grünen Tee nehmen und die Blätter zu Pulver zerreiben, um Matcha zu erhalten.

Matcha wird aus dem Schattentee Tencha 碾茶 hergestellt, indem dieser mit Hilfe von Granitsteinmühlen zu feinem Pulver zermahlen wird.

Für den Anbau von Tencha sind spezielle klimatische Bedingungen erforderlich, die nur in wenigen Regionen Japans zu finden sind. Die größten Tencha-Anbaugebiete sind Uji in der Präfektur Kyôto, Nishio in der Präfektur Aichi und die Präfektur Shizuoka.

Die Pflege der Sträucher ist kompliziert und aufwändig. Etwa vier Wochen vor der Ernte werden die Teeplantagen flächendeckend mit Schilfmatten, Stroh oder dunklen Netzen nach und nach abgedunkelt, so dass zum Schluss nur noch 10% des Sonnenlichts zu den Pflanzen durchdringt.

Die reduzierte Lichtmenge sorgt dafür, dass die Pflanzen mit einer erhöhten Chlorophyllproduktion reagieren. Es werden weniger Bitterstoffe gebildet und der Gehalt an Antioxidantien und Aminosäuren vor allem L-Theanin steigt an.

Einmal im Jahr und zwar im April/ Mai werden die letzten zwei Blätter von den Spitzen der Teesträucher geerntet. Da diese besonders zart sind, erfolgt die Ernte per Hand.
Üblich bei Tee sind sonst drei Ernten im Jahr.

Sofort nach der Ernte werden die Teeblätter 15 bis 20 Sekunden lang gedämpft. Dadurch wird die Fermentation gestoppt und so das frische Grün der Blätter bewahrt. Anschließend werden die Teeblätter gekühlt, getrocknet und zerkleinert. Diese Form des Tees wird Aracha, Rohtee, genannt.

Vom Aracha werden nun die groben Bestandteile wie Stängel und Blattrippen entfernt. Jetzt spricht man von Tencha.
Aus verschiedenen Tencha-Qualitäten stellt ein Teemeister die Mischung für den gewünschten Matcha zusammen.

Der Tencha wird in handgefertigten Granitsteinmühlen langsam zu feinstem Pulver zermahlen. Das entstehende Pulver ist Matcha.
Für 30 g Matcha dauert der Mahlvorgang etwa eine Stunde. Mit einer Partikelgröße von 5–17 Mikrometer ist Matcha zehnmal feiner als Mehl.

Matcha gibt es in unterschiedlichen Qualitäten.

Hochwertige Matcha haben eine leuchtend grüne Farbe. Sie schmecken vollmundig, aromatisch, frisch und süßlich mit einem feinen Hauch von Herbe. Sie vermitteln ein cremiges Mundgefühl und eignen sich für die dickflüssige Zubereitung, wie sie gerne bei Teezeremonien gereicht wird.

Die mittlere Qualität weist ein kräftiges Grün auf und besitzt meist etwas mehr Herbe.
Wohlgeschmack, Süße und Frische treten moderater auf. Dünnflüssig zubereitet eignet sich diese Qualität für den täglichen Genuss.

Die einfache Qualität ist als Koch-Matcha im Handel. Der Matcha hat ein sehr kräftiges Aroma, um sich geschmacklich gegen andere Zutaten behaupten zu können. 

„Matcha“ ist kein geschützter Begriff!

Um die gestiegene Nachfrage nach Matcha befriedigen zu können, kommen immer mehr schlechte Qualitäten in Umlauf. Einfacher grüner Tee wird maschinell geerntet und gemahlen.
Das Endprodukt ist an einer blassen olivgrünen bis gelb-bräunlichen Farbe zu erkennen und es fehlt die seidige Textur. Schlechte Qualitäten schmecken sehr bitter, säuerlich und teilweise auch fischig.

Aufgrund der hohen Ansprüche an das Anbaugebiet und der aufwändigen Herstellung, die fundiertes Fachwissen bedarf, beträgt der Anteil von Matcha an der Grünteeproduktion in Japan nur etwa 1%.

Aus all diesen Gründen ist guter Matcha sehr kostspielig, doch ist er durchaus seinen Preis wert, was meine Gäste gleich selber feststellen dürfen. :-)

Zum Testen stehen uns diverse Matcha zur Verfügung (nicht alle sind auf dem Foto!).
Die Matcha auf dem Foto könnt ihr übrigens im matchashop in Berlin oder auch online dort unter matchashop.de bestellen.




Zum Tee und auch zu Matcha reicht man gerne etwas Süßes. Daher habe ich auf den Tisch schon einige Gebäcke angerichtet.


Matcha Poundcake mit weißer Schokolade und Fleur de Sel, ebenso einmal klasisch mit Weizenmehl (links oben im Bild) und einmal mit Reismehl und ohne weißen Schokoladenstückchen (rechts daneben).

Matcha Snow Balls, klassisch mit Weizenmehl (in der vorderen Schale) und welche mit Reismehl (rechts hinten im Bild).

Ich wollte mal mein neues japanisches Reismehl testen, dass ich auf einem Reismehl-Workshop kennengelernt habe.

Es handelt sich dabei um das Reismehl "Kuchenglück" der Firma Komeko, das in Deutschland bereits in manchen Läden erhältlich ist.


Poundcake als auch Cookies überzeugen und schmecken mindestens genauso gut wie das Gebäck mit Weizenmehl. :-)

Zusätzlich gibt es noch die Matcha Chocolate Mousse Tartelettes.



Zum Backen verwende ich am liebsten Matcha von Marukyu Koyamaen. Sie überzeugen in Farbe und Aroma.  Den Suisen (Qualiätsstufe 2) nehme ich zum Backen und den Rindoufür ungebackene Süßspeisen wie die Matcha Chocolate Mousse Tartelettes oder meine Matchamoussetorte.
Die Koch-/ Backmatcha bestelle ich beim Online-Shop "Grüner Tee von Marukyu Koyamaen".

Nach Theorie, Sencha und den ersten Matcha-Leckereien beginnen wir mit der Matchaverkostung.

Wir starten mit dem Bio Matcha Silk Basic (von Teelirium), testen den Bio Matcha Silk Yuki (von Teelirium) und lassen uns dann den Aoarashi (von Marukyu-Koyamaen) schmecken.

Die Zubereitung der Matcha erfolgt traditionell als Usucha.

Matcha, traditionell zubereitet

Bei der traditionellen Zubereitung unterscheidet man zwischen Koicha und Usucha.
Koicha, auch Okoi genannt, ist ein starker Matcha, der mit viel Matcha und wenig Wasser zubereitet wird. Koicha hat eine eher pastöse Konsistenz und wird nicht schaumig gerührt, sondern geknetet. Aufgrund des intensiven Aromas ist es wichtig, hierfür einen qualitativ sehr hochwertigen Matcha zu verwenden.
Aufgrund der geringen Menge wird Koicha in der Regel für mehrere Personen gleichzeitig zubereitet.
Usucha, auch Ousu genannt, wird dünner aufgegossen und mit dem Teebesen schaumig geschlagen. Usucha ist die Form von Matcha, wie er in Cafés serviert wird und wie die meisten ihn für sich im Alltag zubereiten.

Die Wassertemperatur für den Aufguss beträgt bei beiden 80°C.
Damit der Matcha nicht zu schnell abkühlt, wärmt man die Schalen (Chawan) vorher vor.
Die Borsten des Bambusbesens (Chasen) werden vor der Verwendung für 5–10 Minuten in heißem Wasser eingeweicht, damit sie geschmeidiger werden. Es besteht sonst die Gefahr, dass sie brechen.

Für Koicha verwendet man einen Bambusbesen, der sich Araho nennt. Er ist wesentlich robuster als der übliche Bambusbesen (Chasen Kazuho) und besitzt deutlich weniger Borsten. Wenn man einen Chasen Kazuho für Koicha verwendet, sollten die Borsten vorher gründlich eingeweicht worden sein.


Usucha

Zutaten für 1 Person

1,5–2 g Matcha (1½ gehäufte Matcha-Bambuslöffel (Chashaku) voll oder 1 gestrichener Teelöffel voll)
60–80 ml Wasser für den Aufguss

Utensilien

1 Matchaschale (Chawan) von mindestens 300 ml Fassungsvermögen
1 Schale zum Wasser abkühlen
Sieb (nicht zwingend nötig)
Bambusbesen (Chasen Kazuho), Borsten eingeweicht
Messlöffel oder Waage


Zubereitung

Reichlich Wasser zum Kochen bringen.
Das heiße Wasser in die Matchaschale gießen und die Schale dadurch vorwärmen.
Wenn die Schale erwärmt ist, das Wasser wegschütten und die Schale trocken auswischen.
Das Pulver sieben und in die Schale geben.
Kochendes Wasser in der benötigten Menge in eine weitere, nicht vorgewärmte Schale geben. Das heiße Wasser kühlt dadurch ab und sollte nun etwas über 80°C haben.
Das heiße Wasser vom Rand her in die Matchaschale gießen.

Anm.: Die Matchaschale sollte nicht mehr als zu 1/3 voll sein. Am besten lässt sich der Matcha mit dem Bambusbesen aufschlagen, wenn sie sogar nur bis zu ¼ gefüllt ist.

Mit dem Bambusbesen (die Borsten zeigen senkrecht nach unten) das Pulver mit dem Wasser verrühren, dann den Besen etwas anheben, so dass die Borsten nicht mehr den Schalenboden berühren und den Matcha durch M-förmige, kräftige Bewegungen des Bambusbesens aus dem Handgelenk schaumig schlagen. Die andere Hand hält dabei die Schale fest.
Nach spätestens 30 Sekunden sollte sich an der Oberfläche Schaum gebildet haben. Nun führt man die Borsten an die Oberfläche und bewegt den Besen sanft hin und her, um die großen Bläschen zu zerkleinern. Der feine Schaum hebt das milde Aroma des Matcha.

Anm.: Nach der Teeschule Omotesenke hört man mit dem Schlagen auf, wenn sich bereits auf der halben Oberfläche Schaum gebildet hat. Die Teeschule Urasenke möchte dagegen einen flächendeckenden feinen Schaum haben. Zum Schluss zieht man nach Urasenke den Bambusbesen langsam in einer Spiralbewegung aus der Mitte heraus, so dass sich mittig ein leichter Schaumhügel bildet.

Hinweis: Die Mengenangaben sind Richtlinien, denn letztendlich entscheidet der eigene Geschmack, wie viel Teepulver und wie viel Wasser man nimmt. Auch bei der Wassertemperatur kann man variieren. Mit 70°C heißem Wasser aufgegossen wird der Matcha milder, mit 90°C heißem Wasser aufgegossen herber.


Ruckzuck-Usucha

Wenn man keine Zeit hat, aber auf seinen Matcha nicht verzichten möchte, bietet sich diese Variante an.

Zutaten für 1 Person

1 TL Matcha
Um die 100 ml Wasser für den Aufguss

Utensilien

1 Teelöffel
1 hoher Kaffee- oder Teebecher
Elektrischer Milchaufschäumer

Zubereitung

Matcha in die Tasse geben und mit 80°C heißem Wasser bis knapp zur Hälfte auffüllen.
Den Matcha mit dem Milchaufschäumer klümpchenfrei und schaumig rühren.

Fertig.


Von den ersten drei Matcha hat uns der Aoarashi in Farbe und Geschmack am meisten überzeugt.
Den Aoarashi gibt es beim matchashop als auch bei Grüner Tee von Marukyu Koyamaen.

Weiter geht es mit dem Bio Silk Organic. Und anschließend serviere meine kleinene Tartes Mont Blanc.




Das verwendete Geschirr ist passend zur Jahreszeit aus Materialien, die Wärme ausstrahlen wie z.B. Ton.

Wir testen uns weiter voran. Bio Silk Mikoto von Teelirium, Shinto Matcha von Paper & Tea und Yûgen von Marukyu Koyamaen sind an der Reihe.
Der Bio Silk Mikoto als auch der Yûgenüberzeugen die Tester.
Mikoto und Yûgen gibt es beim matchashop, den Yûgen auch bei Grüner Tee von Marukyu Koyamaen.

Zwischendurch reiche ich Obst, um den Gaumen zu erfrischen.

Dann ist es Zeit für die nächste Köstlichkeit. Ich hole meine Matchamoussetorte aus dem Kühlschrank.



Zum Abschluss genießen wir noch ein Schälchen des Bio Silk Premium Matcha von Teelirium, der auch wie schon beim letzten Mal alle überzeugen kann,

ein Schälchen vom Sayaka no mukashi von Ippodo, der mild-fruchtig und doch recht charakterstark daherkommt

und ein Schälchen vom Kokoro von Maiko, der durch seinen vollen Geschmack und seinem milden Abgang ebenfalls überzeugt.

Dann sind wir abgefüllt und können nicht mehr. :-D

Es war ein recht unterhaltsamer und schöner Tag. Vielen Dank euch allen für euer Kommen und die schönen Geschenke.



Mal sehen, wann es die nächste Matchaverkostung gibt. Wahrscheinlich wieder im Frühjahr. Gebt Bescheid, wenn ihr Interesse habt. :-)